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Jimu Astrobot ausprobiert: Die fast ernsthafte Konkurrenz für Lego Mindstorms

Die Roboter-Bausätze von Jimu bringen vieles mit, was das Bastelherz begehrt. Ein Vergleich mit Lego Mindstorms liegt schon optisch nahe. Doch wie wir im Test herausfanden, sind die Jimu-Roboter eher eine Bedrohung für Legos neuere Elektroniksets.

Ein Praxistest von veröffentlicht am
UBtech Astrobot
UBtech Astrobot (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Die Anzahl der in Deutschland erhältlichen Lego-Kopien ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, auch ihre Qualität stieg. Der chinesische Hersteller UBtech kratzt mit seinen Jimu-Bausätzen auch an der letzten Grenze: Legos Mindstorms-Sets. Mittlerweile gibt es sie auch offiziell in Deutschland zu kaufen. Wir haben uns deshalb das Jimu-Astrobot-Set, mit dem drei verschiedene Modelle gebaut werden können, näher angeschaut. Und natürlich auch Eigenkonstruktionen ausprobiert.

Tetris statt Tütchenchaos

Inhalt:
  1. Jimu Astrobot ausprobiert: Die fast ernsthafte Konkurrenz für Lego Mindstorms
  2. Roboter bauen mit dreidimensionaler Anleitung
  3. Die Technik im Kunststoffgehäuse

Unser Testset holten wir auf einer Veranstaltung des Distributors ab. Auf der Rückfahrt ins Büro mit dem Fahrrad beschlich uns ein merkwürdiges Gefühl. Irgendwas war anders: Es fehlte das typische laute Klappern und Rascheln eines Lego-Kastens. Nur wenn der Straßenlärm kurz abebbte, hörten wir leichtes Rasseln.

Als wir den Kasten öffnen, sehen wir auch den Grund dafür. Statt vieler kleiner Tütchen gibt es unter einer Klappe mehrere tetrisartig gepackte, einfarbige, beschriftete Kartons. Deren Inhalt verrät uns eine Übersicht. In den Kartons stecken die Bauteile allerdings dann doch wieder in Tütchen. Die Verpackung macht insgesamt einen hochwertigen Eindruck auf uns - und die Packung taugt auch nach dem Öffnen zur Bauteilaufbewahrung.

Geschrumpfte Lego Technic

Die Bausteine erinnern sehr stark an Lego Technic. Allerdings sind die Jimu-Bausteine kleiner, und Lego Technic an Jimu-Robotern ist ohne Tricks kaum nutzbar. Unabhängig davon: Qualitativ können die Bausteine mit Lego konkurrieren. Verbindungen sitzen fest und haben kein Spiel. Sichtbaren Abrieb oder Materialschwächen konnten wir auch nach mehreren Bau- und Crash-Versuchen nicht feststellen.

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Eine gedruckte Einführung erklärt uns die verschiedenen Bauteile, gibt Bautipps und führt ein wenig in die zugehörige Smartphone-App Jumi für Android und iOS ein.

  • Astrobot wird per Smartphone gesteuert. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Im Karton geht es aufgeräumt zu. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Aber das Lego-Gefühl stellt sich schnell ein. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Bauteile sind allerdings kleiner als ihr Lego-Pendant. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der Controller ist ein massiver Klotz ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... mit klassischen Platinensteckbuchsen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Sensoren und Aktoren haben eigene IDs. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Zur Verkabelung dient Standardware. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die App ist recht umfangreich. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wir wählen aus, welches Modell wir bauen wollen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Auf der Modellseite können wir zwischen der Bauanleitung und den Steueroptionen wählen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • In der Bauanleitung können wir den Blickwinkel selbst bestimmen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Verkabelung wird im Detail erklärt. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Verkabelung wird im Detail erklärt. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das fertige Modell können wir direkt steuern, ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... komplett programmieren, ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... kleinere Makros nutzen ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • und auch selbst anlegen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Gamification-Elemente sollen für Beschäftigung mit der App sorgen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Lerninhalte sind leider ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... etwas kurz geraten und nicht lokalisiert. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Astrobot kann auch beim Aufräumen helfen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Astrobot wird per Smartphone gesteuert. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Genug Elektronik für Experimente

In unserem Set sind fünf 360-Grad-Servos enthalten, zwei RGB-LED-Module, ein IR-Entfernungsmesser und ein Bluetooth-Lautsprecher. Gesteuert werden sie über eine recht große Controllereinheit, die auch den austauschbaren Akku und den Bluetooth-Sender enthält. Dessen Ein- und Ausschalter steckt praktischerweise in einem eigenen Bauteil, das wünschen wir uns auch bei Lego Mindstorms. Der Akku wird mit Hilfe des beiliegenden Netzteils aufgeladen.

Die Elektronikbauteile werden mit Hilfe recht dünner Kabel verbunden, praktischerweise können diese per Daisy-Chaining an den Controller angeschlossen werden. Dabei kommen Stecker und Buchsen zum Einsatz, wie sie beispielsweise für den Anschluss von Sensoren innerhalb von Gehäusen verwendet werden. Wir sind misstrauisch, ob diese Lösung langfristig robust ist. Allerdings verzichten die Kabelkonstruktionen eben auf herstellerspezifische Komponenten, Ersatz gibt es in jedem besseren Elektronikgeschäft.

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Roboter bauen mit dreidimensionaler Anleitung 
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Lapje 24. Aug 2017

Soweit ich weiß unterstützt Mindstorms EV3 OR...MS wäre dann die deutlich bessere Alternative

Bassa 24. Aug 2017

Genauer sagen sie eigentlich eher, dass die Zielgruppe eher der von Boost entspricht, und...


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