Jia Yueting: Chef von LeEco will offenbar nicht zurück nach China

Der Chef des chinesischen Elektronikherstellers LeEco, Jia Yueting, ist einer Aufforderung(öffnet im neuen Fenster) der staatlichen Regulierungsbehörde nicht nachgekommen, in seine Heimat zurückzukehren. Die Behörde hatte dem Unternehmer bis Ende 2017 Zeit für die Rückkehr gegeben, um sich um das Schuldenproblem von LeEco zu kümmern.
Jia will sich in den USA weiter um sein Elektroauto kümmern
Jia zufolge hält er sich weiterhin in den USA auf, wie unter anderem BBC(öffnet im neuen Fenster) und Cnet(öffnet im neuen Fenster) berichten. Einem auf dem chinesischen Mikro-Blogging-Dienst veröffentlichten Statement(öffnet im neuen Fenster) Jias zufolge will sich der Unternehmer in den USA um die Fertigung des ersten Elektrowagens seines Unternehmens Faraday Future kümmern.
Der Stellungnahme zufolge hat Jia seinen Bruder und seine Ehefrau damit beauftragt, die Finanzangelegenheiten in China in seinem Namen zu regeln. Im Juli 2017 wurden erstmals Teile des Vermögens des Unternehmers eingefroren, die Rede war von umgerechnet über 160 Millionen Euro.
LeEcos finanzielle Situation ist angespannt
Bereits im März 2017 musste LeEco aus finanziellen Gründen ein Grundstück in den USA verkaufen, auf dem der US-Firmensitz entstehen sollte. Grund für die finanzielle Schieflage scheint ein zu schnelles Wachstum zu sein. Die im Zuge dessen aufgenommenen Kredite kann das Unternehmen nicht bedienen.

Ob Jia überhaupt noch Besitzer von Faraday Future ist, ist unklar. Mit den Finanzen des Unternehmens vertraute Personen sagen, dass der Unternehmer nicht mehr der größte Anteilsinhaber sein soll.



