Jenson Huang: Nvidia-GPGPUs sind zu gut für Konkurrenz

Nvidia wurde zuletzt aufgrund seiner Vormachtstellung bei KI-Chips stark kritisiert – zu Unrecht, wie Nvidia-CEO Jensen Huang auf dem Economic Summit des Stanford Institute for Economic Policy Research, kurz: Siepr, erklärte ( Videomitschnitt bei Youtube(öffnet im neuen Fenster) ). Er sieht eine Vielzahl von Wettbewerbern auf dem Markt, denen der Hersteller seine nächsten Entwicklungsschritte sogar wie in einem offenen Buch präsentiere. Selbst um die übernächste Chip-Generation mache Nvidia keine Geheimnisse.
Mit Blick auf Betreiber von Rechenzentren sind die Vorteile der Nvidia-Chips seiner Ansicht nach jedoch so groß, dass die Angebote der Wettbewerber selbst dann nicht mithalten könnten, wenn sie gratis wären. Trotz des hohen Verkaufspreises der GPGPUs seien die Betriebskosten im Gesamten letztlich niedriger, sagte der CEO.
Die hohe Leistungsfähigkeit der Chips ist dabei nur eine von Huang der ins Feld geführten Eigenschaften. Auch deren Vielseitigkeit hob er als großen Pluspunkt hervor. Da Nvidias Chips keine spezialisierten KI-Beschleuniger seien, könnten sie in Rechenzentren unterschiedlichste Aufgaben übernehmen, etwa wissenschaftliche Berechnungen. Die Betreiber könnten, so Huang, ihre Kapazitäten daher ganz unterschiedlichen Kunden anbieten.
Nvidia dominiert den KI-Markt
Ebenso wesentlich ist für den Nvidia-CEO allerdings auch die hohe Popularität. Das Training großer KI-Modelle werde bei den großen Anbietern von KI-Anwendungen zu 100 Prozent auf Nvidia-GPUs erledigt. Die Einschätzung deckt sich mit denen von unabhängigen Analysten, etwa von Wells Fargo Equity Research. Die sehen Nvidias Anteil am GPU-Markt für 2023 bei 98 Prozent, allerdings mit abnehmender Tendenz. Wells Fargo löschte mittlerweile das über X geteilte Diagramm, es ist aber noch in anderen Posts(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Mit dieser Aussage dürfte sich aber auch so mancher Kritiker bestätigt fühlen.