Jeffrey Snover: Microsoft hat Powershell-Erfinder anfangs degradiert
Der Microsoft-Angestellte Jeffrey Snover gilt als Erfinder und Chefentwickler der Powershell, die sich inzwischen sehr großer Beliebtheit erfreut und deren Nutzung von Microsoft öffentlich angepriesen wird. Doch das war offenbar nicht immer so, wie Snover nun im Rahmen einer Diskussion auf Twitter schreibt. So soll Microsoft ihn für die Arbeit an der Powershell zunächst degradiert haben.
Inzwischen ist Snover nach einer langen und erfolgreichen Karriere als Technical Fellow bei Microsoft angestellt. Zu seiner Erfindung der Powershell äußerte er sich bei einer Diskussion, die von Peter Thiel gestartet wurde. Thiel konstatierte dabei, wie wichtig es sei, Mut zu haben.
Darauf reagierte Snover zunächst sarkastisch(öffnet im neuen Fenster) : "Mut ist eine Schlüsseleigenschaft künftiger Führungskräfte und ehemaliger Mitarbeiter" . Weiter heißt es in Bezug auf die Powershell(öffnet im neuen Fenster) : "Als ich den Prototyp für die spätere Powershell entwickelte, warnte mich ein Freund mit den Worten, dass dies die Art von Dingen sei, für die Leute gefeuert würden. Ich wurde nicht gefeuert. Ich wurde degradiert."
Snover gibt darüber hinaus an(öffnet im neuen Fenster) , dass ihm der Vorgang so peinlich gewesen sei, dass er ihn geheim gehalten und nur seiner Frau davon berichtet habe. Erst rund zehn Jahre später begann Snover eigenen Angaben zufolge damit, anderen davon zu erzählen. Zu diesem Zeitpunkt erhielt der Entwickler eine Beförderung zum "Distinguished Engineer" .
Ziel des Entwicklungsteams, das Snover bei Microsoft geführt hatte, war es, einen Kommandozeileninterpreter unter Windows zu erstellen, der ähnliche Werkzeuge und Funktionen bereitstellt, wie diese zu der Zeit auf Unix- und Linux-Systemen bereitstanden. Seit 2016 ist das inzwischen wohl wichtigste Administrationswerkzeug von Microsoft Open Source und auch auf Linux verfügbar .
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