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Jeff Bezos: Blue Origins Rakete New Shepard fliegt ins All

Nach einer 15-monatigen Pause durfte die Rakete von Blue Origin wieder starten und landete anschließend sicher auf der Erde.
/ Werner Pluta
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24. Start der New Shepard: An Bord waren wissenschaftliche Nutzlasten und Postkarten. (Bild: Blue Origin/Screenshot Golem.de)
24. Start der New Shepard: An Bord waren wissenschaftliche Nutzlasten und Postkarten. Bild: Blue Origin/Screenshot Golem.de

Die Rakete New Shepard des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin ist nach einer 15-monatigen Pause wieder gestartet. Der Start musste allerdings verschoben werden.

Die Rakete hob am 19. Dezember um 10:42 Uhr Ortszeit (17:42 Uhr unserer Zeit) von Blue Origins Startplatz Launch Site One im US-Bundesstaat Texas aus ab. Geplant war der Start bereits für den Vortag. Wegen der niedrigen Temperaturen und eines "Ground Issue" , eines Problems auf der Erde, möglicherweise an der Starteinrichtung, musste er verschoben werden.

Die Rakete stieg bis in eine Höhe von 107 Kilometern auf, wo das Crew-Modul abgetrennt wurde. Die Raketenstufe kehrte anschließend zur Erde zurück und setzte sicher auf. Die Kapsel schwebte an drei Fallschirmen nach unten und landete wenige Minuten nach der Rakete. Insgesamt dauerte die Mission mit der Bezeichnung NS24 laut Blue Origin(öffnet im neuen Fenster) 10 Minuten und 13 Sekunden.

New Shepard flog ohne Besatzung

Menschen waren beim 24. Start der New Shepard nicht an Bord. Stattdessen flogen 33 wissenschaftliche Nutzlasten sowie 38.000 Postkarten mit ins All.

Flug der Rakete New Shepard am 19.12.2023 - Blue Origin
Flug der Rakete New Shepard am 19.12.2023 - Blue Origin (40:33)

Damit verlief der 24. Flug der New Shepard deutlich erfolgreicher als der 23. im September 2022: Damals fiel das wasserstoffbetriebene Haupttriebwerk aus und die Rakete stürzte ab. Dabei zeigte sich, dass das Notfallsystem wie vorgesehen funktionierte: Die Fluchtraketen trennten die Kapsel von der Rakete, und diese kehrte sicher zur Erde zurück. Der Flug war allerdings unbemannt.

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) untersuchte den Unfall(öffnet im neuen Fenster) und stellte fest, dass dieser durch eine zu hohe Temperatur ausgelöst wurde. Die Temperatur sei höher gewesen als erwartet. Dieser habe eine Düse im Triebwerk nicht standgehalten.

Die FAA verlangte daraufhin 21 Korrekturmaßnahmen. Unter anderem sollte Blue Origin Teile des Triebwerks und der Düse neu konstruieren, um die strukturelle Leistung während des Betriebs zu verbessern.

Wie bei NS23 waren auch bei NS24 keine Menschen an Bord. Allerdings fliegt New Shepard seit 2021 auch mit Passagieren an Bord. Darunter waren bereits Blue-Origin-Gründer Jeff Bezos , der gleich beim ersten Flug an Bord war, und der US-Schauspieler William Shatner , der als James T. Kirk, Kommandant des Raumschiffs Enterprise, bekannt wurde.


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