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Jeff Bezos: Amazon-Chef widerspricht kritischem Bericht über Konzernalltag

Harte Arbeitsbedingungen und viel Druck bei Amazon: Daran glaubt der Amazon-Chef nicht. Jeff Bezos reagiert auf eine Reportage über Amazon-Mitarbeiter mit einem Brief an alle Angestellten des führenden Online-Händlers. Außerdem gibt es den Gegenbericht eines Amazon-Managers.

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Amazon-Chef Jeff Bezos lässt die Reportage der New York Times nicht auf sich sitzen.
Amazon-Chef Jeff Bezos lässt die Reportage der New York Times nicht auf sich sitzen. (Bild: Win McNamee/Getty Images)

In einer aktuellen Reportage der New York Times kommen etliche ehemalige und jetzige Angestellte bei Amazon zu Wort. Sie beklagen harte Arbeitsbedingungen, eine gefühllose Chefetage, absurde Arbeitszeiten und hohen Druck bei der täglichen Arbeit. Die Mitarbeiter würden zum gegenseitigen Anschwärzen der Mitarbeiter angehalten. Darauf hat Amazon-Chef Jeff Bezos mit einer internen E-Mail reagiert, die von Amazons Pressestelle auch an etliche US-Medien versendet und dadurch öffentlich wurde.

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Bezos ruft in der E-Mail seine Angestellten dazu auf, den Artikel in der New York Times aufmerksam zu lesen und verweist dabei auch auf eine Art Gegenartikel eines Amazon-Managers, der beteuert, diesen Bericht aus freien Stücken geschrieben zu haben. Auch dieser schildert die Arbeit bei Amazon, liefert aber ein anderes Bild als die Reportage der New York Times. Bei ihm ist keine Rede von hohem Druck durch Vorgesetzte, viel Arbeit am Wochenende oder Nachtschichten, die eingelegt werden müssten.

Bezos zweifelt die Berichte der New York Times an

Auch Bezos bezweifelt in seiner E-Mail die Schilderungen der New-York-Times-Reportage, für die nach eigenen Angaben mit mehr als hundert ehemaligen und jetzigen Amazon-Mitarbeitern gesprochen wurde. Dabei bezieht Bezos sich auf schockierend gefühllose Management-Entscheidungen, durch die Menschen sehr rücksichtslos behandelt worden seien. Die Kritik: Familiäre oder gesundheitliche Probleme der Mitarbeiter würden nicht berücksichtigt. Für Bezos beschreibt der Artikel nicht "das Amazon, das ich kenne". Zugleich hoffe er, dass es seinen Angestellten ebenso ergehen würde.

Bezos ruft seine Angestellten auf, solch ein Verhalten zu melden, wenn sie davon Kenntnis erlangten. Dies könne bei der Personalabteilung oder bei Bezos direkt erfolgen. Er verspricht, dass solches Verhalten nicht toleriert werde. Dabei spiele es keine Rolle, ob das Einzelfälle seien, oder ob es häufiger vorkomme.

Schlechte Arbeitskultur lässt Unternehmen untergehen

Für Bezos beschreibt die Reportage einzelne Anekdoten, arbeitet aber auch ein allgemeines Arbeitsklima heraus, das es bei Amazon geben soll. Der Amazon-Chef bestreitet vehement, dass seine Firma einen seelenlosen und spannungsgeladenen Arbeitsplatz erschaffen würde, an dem nicht gelacht werden dürfe. Er bezweifele, dass ein Unternehmen mit einer solchen Arbeitskultur überhaupt überleben könne.

"Ich bin überzeugt, dass jeder, der bei einem Unternehmen arbeitet, wie es in der New York Times beschrieben wurde, wahnsinnig wäre zu bleiben. Ich weiß, dass ich so ein Unternehmen verlassen würde", heißt es in Bezos' E-Mail weiter. Nach seiner Überzeugung arbeiten bei Amazon die Besten der Besten, die überall arbeiten könnten, wo sie wollten.

Bezos hoffe, seine Angestellten würden sich in der Reportage der New York Times nicht wiederfinden. "Hoffentlich habt ihr Spaß daran, mit einem Haufen brillanter Kollegen daran zu arbeiten, die Zukunft neu zu erfinden", heißt es am Ende der E-Mail.

Nachtrag vom 18. August 2015, 10:31 Uhr

Auch in Deutschland sollen Amazon-Mitarbeiter gezielt schikaniert werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung mit Verweis auf eine frühere Amazon-Mitarbeiterin. Sie berichtet, dass es üblich sei, von Vorgesetzten angeschrien zu werden. Zudem sei eine Art Wettbewerb entbrannt, wer abends als Letzter die Firma verlasse und wer als Erster auf E-Mails am Wochenende antworte.



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aLpenbog 19. Aug 2015

Nun es gibt hier auch kostenlose Möglichkeiten an allgemeinbildenen bzw. berufsbezogenen...

Atalanttore 18. Aug 2015

Antwort: Alle außer den Amazon-Aktionären.

Seradest 18. Aug 2015

Die Arbeit der New York Times als unrealistisch beiseite zu schieben ist aber auch...

dabbes 18. Aug 2015

Natürlich verdient man da gut, man muss natürlich auch Leistung erbringen. In Deutschland...

dabbes 18. Aug 2015

Man erbringt halt schlechte Leistung und wird gefeuert und schon gibts auch ALG.


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