Jedec-Konsortium: DDR5- und NVDIMM-P-Speicher wird 2018 spezifiziert

Das Speichergremium Jedec hat bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) , dass die finalen Spezifikationen für DDR5-Arbeitsspeicher und für NVDIMM-P-Module voraussichtlich im kommenden Jahr vorliegen werden. Beide Technologien sollten zuerst in Data-Centern Verwendung finden, dürften mittelfristig aber auch in lokalen Workstations und in heimischen PCs Einzug halten.
Bei DDR5 handelt es sich um eine Weiterentwicklung von DDR4: Die Effizienz soll steigen, da durch 1,1 statt 1,2 Volt weniger Milliwatt pro übertragenen GBit in der Sekunde benötigt werden. Die Jedec spricht zudem von doppelter Datentransferrate und doppelter Kapazität, der Speicherhersteller Micron etwa prognostiziert bis 6,4 Gbps und 32 GBit pro Chip. Das würde DDR5-6400 statt heutigem DDR4-3200 entsprechen, wenngleich einige Speicherriegel für Übertakter auch als DDR4-4266-Module verkauft werden.



Ebenfalls bis 2018 möchte die Jedec NVDIMMs vom Typ P standardisieren. Die Abkürzung steht für Non Volatile Dual Inline Memory Module with Persistence, kurz NVDIMM-P. Solche Module sind zu DDR4-Bänken kompatibel. Neben einem kleinen DRAM-Puffer soll statt Flash-Speicher vorrangig Non Volatile Memory (NVM) wie Intels 3D Xpoint oder Western Digitals ReRAM eingesetzt werden. Diese Speicher sind nichtflüchtig, haben eine hohe Kapazität, weisen niedrige Latenzen auf und sollen haltbarer sein als NAND-Flash.
DDR5 und NVDIMM-P sollen Speicherlösungen sein, welche die Kosten und die Leistungsaufnahme von Datacentern verringern und die Geschwindigkeit steigern. Auf dem Server Forum(öffnet im neuen Fenster) im Juni 2017 wird die Jedec beide Technologien näher erläutern, ihnen sind mehrere Vorträge gewidmet.