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Jedec: DDR4-Speicher soll 2013 zum Standard werden

Vorerst nur für Server soll im kommenden Jahr neues DRAM vom Typ DDR4 in Serienproduktion gehen. Geplant ist eine Standardspannung von 1,2 Volt, die aber noch gesenkt werden kann. Bis zu 60 Prozent Energieeinsparung sind möglich.

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DDR4-Prototyp von Samsung
DDR4-Prototyp von Samsung (Bild: Samsung)

Die chinesische Site PC Watch hat eine Präsentation des Normierungsgremiums Jedec veröffentlicht. Der Vortrag wurde in der vergangenen Woche auf dem Server Memory Forum in Shenzen gehalten.

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Aus den Unterlagen geht hervor, dass die technischen Ziele der ersten DDR4-Entwürfe auch bei praxisnahen Experimenten erreicht wurden. So läuft der neue Speichertyp bei effektiv 2.400 MHz mit nur 1,2 Volt, was die neue Standardspannung gegenüber 1,5 Volt bei DDR3 werden soll.

Während aktuelle DRAMs als DDR3L bereits 1,35 und als DDR3U 1,25 Volt erreichen, sind nun für noch sparsamere DDR4-Typen nur noch 1,0 Volt geplant. Das ist mit ersten Prototypen aus der 30-Nanometer-Fertigung schon erreicht, kleinere Strukturbreiten, wie sie beispielsweise Samsung schon für DDR3 einsetzt, könnten hier weitere Einsparungen ergeben.

Der Jedec zufolge kamen 40 Prozent der neuen Funktionen für DDR4 durch Anfragen von Serverherstellern zustande, dazu zählt beispielsweise auch die Businvertierung. Gerade bei Servern sind immer höhere Speicherdichten bei gleichbleibendem oder geringerem Energiebedarf gefragt. DDR4 soll aber auch für mobile Geräte bis hin zu Smartphones eingesetzt werden, dafür plant die Jedec unter anderem Chipstapel mit TSV-Verbindungen.

Bereits im Jahr 2013 wollen die ersten DRAM-Hersteller die Serienfertigung von DDR4 aufnehmen, dann soll der Standard verabschiedet sein. Wie die neuen Speicher in der Praxis angesteuert werden sollen, ist aber noch nicht bekannt. Da mit AMD und Intel beide großen x86-Hersteller ihre Speichercontroller in die CPUs integriert haben, sind hier wohl neue Prozessoren zu erwarten. Erfahrungsgemäß dauert es bei einem neuen DRAM-Standard mehrere Jahre, bis er sich durch alle Gerätetypen verbreitet hat.

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