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JD.com: Wirtschaftsministerium genehmigt Übernahme von Mediamarkt-Saturn

Der chinesische Onlinehändler JD.com dürfe Mediamarkt-Saturn übernehmen – sagt das Bundeswirtschaftsministerium. Das letzte Wort hat die EU.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Mediamarkt-Saturn soll von JD.com übernommen werden. (Bild: Christian Mang/Getty Images)
Mediamarkt-Saturn soll von JD.com übernommen werden. Bild: Christian Mang/Getty Images

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Übernahme von Europas größtem Elektronik-Fachhändler Mediamarkt-Saturn durch den chinesischen Konzern JD.com unter Auflagen genehmigt. Das hat die Behörde der dpa Deutsche Presse-Agentur mitgeteilt.

Die Auflagen sollen demnach gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten der Kunden in Deutschland geschützt bleiben. Zudem sollen die Auflagen der Bundesregierung starke Überwachungs- und Kontrollrechte einräumen und den Widerruf der Genehmigung im Fall von Verstößen ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung.

Im Investitionsprüfverfahren wurde untersucht, ob die Übernahme die öffentliche Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik beeinträchtigt. JD.com rechnet mit einer Gesamtfreigabe in der zweiten Jahreshälfte.

EU-Kommission prüft Marktverzerrung

Besiegelt ist die Übernahme bisher nicht: Die Europäische Kommission äußerte nach einer ersten Untersuchung "vorläufige Bedenken" und prüft den Fall genauer. "Die vorläufige Untersuchung deutet darauf hin, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren", teilte die Brüsseler Behörde Ende Mai 2026 mit.

Chinesische Subventionen könnten es JD.com ermöglicht haben, ein höheres Übernahmeangebot für Ceconomy abzugeben, das Mutterunternehmen von Media Markt und Saturn. Dies könnte den Prozess verzerrt haben. Die Kommission will außerdem prüfen, ob die Übernahme den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren könnte. Nach EU-Recht hat sie bis zum 2. Oktober Zeit für eine endgültige Entscheidung. Die Zustimmung der Kommission ist eine Voraussetzung für einen Eigentümerwechsel.

JD.com hatte im vergangenen Sommer ein Übernahmeangebot abgegeben und sich wenige Monate später die Mehrheit der Ceconomy-Aktien gesichert. Behörden in mehreren Ländern prüfen die Übernahme. Je nach nationalen Anforderungen wird die Transaktion kartellrechtlich geprüft. In anderen Ländern wird untersucht, ob der Einstieg eines ausländischen Investors sicherheits- oder ordnungspolitisch unbedenklich ist.

Bundeskartellamt hatte Übernahme schnell freigegeben

Frankreich, Italien und Deutschland gaben bereits grünes Licht für die Übernahme. Die Entscheidungen aus Spanien und Österreich stehen aus. Das Bundeskartellamt gab den Erwerb bereits im vergangenen September frei. Demnach gibt es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, da JD.com bislang nur in geringem Umfang in Deutschland aktiv ist.


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