Link Bar mit klanglichen Schwächen

Die Link Bar liefert ein harmonisches Klangbild mit guten Höhen und einem ausgeprägten Mittenbereich. Allerdings gibt es keinen ausgeprägten Bass, der vor allem bei Actionstreifen fehlen kann, wenn es mal explosiv zur Sache geht. Aber auch wer viel bassintensive Musik hört, wird mit der Link Bar nicht zufrieden sein. Nicht ohne Grund bietet der Hersteller für die Link Bar einen externen Subwoofer als Zubehör an, den es allerdings in Deutschland noch nicht gibt.

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Wir haben die Link Bar klanglich mit der schmaleren Sonos Beam verglichen. Die Beam ist mit ihrem 65 cm breiten Gehäuse im Bassbereich ein wenig intensiver als die Link Bar, was actiongeladenen Filmsequenzen zugutekommt. Der Höhenbereich ist bei der Beam ein wenig ausgeprägter, was für eine gute Dialogverständlichkeit sorgt. Die Link Bar punktet aufgrund des rund 1 m breiten Gehäuses mit einem ausgeprägteren Stereoeffekt als bei der Sonos-Soundbar.

Anders als bei den Soundbars von Sonos oder Polk fehlt bei der Link Bar eine Möglichkeit, gezielt die Dialogverständlichkeit zu verbessern. In vielen Filmen und Serien ist das kein Problem, aber wenn es mit der Verständlichkeit mal hapert, können wir mit der Beam bequem mit einem Knopfdruck nachbessern und verstehen akustisch schwer verständliche Filmstellen viel besser, ohne dass der gesamte Höhenbereich unangenehm angehoben wird.

Wer mit der Link Bar ein 5.1-Soundsystem aufbauen möchte, wird damit nicht glücklich werden. Es gibt keine Möglichkeit, andere Lautsprecher als Rückkanäle einzubinden.

Android TV bleibt eine schwache Plattform

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Beim Test der Link Bar sind wir auch der Frage nachgegangen, ob sich die Anschaffung der Soundbar lohnt, wenn der Käufer bereits ein Smart-TV besitzt. Die Antwort ist eindeutig nein. Die Plattform Android TV weckt bei Käufern oftmals falsche Erwartungen. Während es für die Android-Plattform auf Smartphones und Tablets eigentlich immer alle wichtigen Apps gibt, ist das bei Android TV keinesfalls garantiert.

  • JBL Link Bar mit Fernbedienung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fernbedienung für die Link Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Link Bar hat viele Anschlüsse, eine USB-Buchse fehlt aber. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Link Bar kann an der Wand montiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Tastenfeld auf der Link Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • JBLs Link Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vorne leuchten LEDs, wenn der Google Assistant lauscht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Tastenfeld auf der Link Bar (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Link Bar läuft mit Android TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn das Mikrofon der Link Bar ausgeschaltet ist, leuchten die LEDs orange. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Link Bar läuft mit Android TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Derzeit fehlen Apps für Sky Ticket, Sky Q oder auch weiterhin Amazon Prime Video - und damit können wichtige Anbieter von Streamingabos in Deutschland mit der Soundbar nicht direkt genutzt werden. Zwar hat Amazon angekündigt, die Prime-Video-App für alle Android-TV-Geräte anbieten zu wollen, aber bis es so weit ist, dauert es noch. Amazon hat uns auf Nachfrage bestätigt, dass die Prime-Video-App weiterhin für viele Android-TV-Geräte nicht verfügbar ist und es noch dauern wird, bis die App auf allen Android-TV-Geräten vorhanden ist. Nach Aussage von JBL gibt es keinen Termin dafür, wann die Prime-Video-App für die Soundbar erscheinen wird.

Prime-Video über Cast-Protokoll zu unzuverlässig

Als Übergangslösung unterstützt die Prime-Video-App für Android- und iOS-Geräte neuerdings das Cast-Protokoll, um den Stream auf einem Chromecast-kompatiblen Gerät abzuspielen. Die Link Bar unterstützt das Cast-Protokoll, allerdings erschien uns das keine dauerhaft nutzbare Lösung. Es ist uns öfter passiert, dass wir keine Cast-Verbindung zwischen der Prime-Video-App und der Link Bar aufbauen konnten. Damit ist uns das System zu unzuverlässig und kein Ersatz für eine direkt auf einem Android-TV lauffähige App.

Außerdem fanden wir es unpraktisch, dass der Cast-Betrieb nicht direkt über die Fernbedienung ausgewählt werden kann, wenn der Cast-Modus bereits aktiv ist. Wenn wir bei aktiviertem Cast-Modus etwa zur Netflix-App wechseln, beendet das den Cast-Betrieb komplett. Wollen wir dann den Cast-Modus weiter nutzen, muss die Verbindung erst erneut aufgebaut werden. Wir fänden es viel praktischer, wenn ein bereits bestehender Cast-Modus so wie ein HDMI-Eingang ausgewählt werden könnte.

Bei der Steuerung von Streaming-Apps über die Fernbedienung vermissen wir eine separate Taste zum Pausieren oder Fortsetzen der Wiedergabe. Das gelingt zwar in vielen Apps über das mittlere Feld des Fünf-Wege-Navigators, aber nicht in allen. Wie auch etwa bei dem Shield TV von Nvidia ist es einfach sehr nervig, dass wir in einigen Apps den Fünf-Wege-Navigator doppelt betätigen müssen, um eine Wiedergabe zu pausieren, in anderen Apps hingegen nur einmal.

Tippen wir in einer dieser Apps doppelt auf die Fernbedienung, wird die Wiedergabe kurz pausiert und wieder fortgesetzt. Google als Anbieter von Android TV hat in den vergangenen Jahren nichts unternommen, diese Diskrepanz bei der Bedienung zu beseitigen. Ganz im Gegenteil sind es auch Googles eigene Apps, die für die Unterbrechung ein Doppeltippen benötigen, was für den Anwender sehr unkomfortabel ist.

Startbildschirm nur wenig konfigurierbar

Über den Android-TV-Startbildschirm können wir einerseits die installierten Apps aufrufen, aber uns auch Empfehlungen von anderen Apps anzeigen lassen. Hierbei handelt es sich aber immer nur um die Empfehlungen der jeweiligen Anbieter. Uns fehlt eine Möglichkeit, uns etwa die Netflix-Watchlist oder die Übersicht der angefangenen Inhalte anzeigen zu lassen. Das sieht Android TV nicht vor. Auch wenn Netflix sein Empfehlungssystem immer wieder hervorhebt, sind wir davon eigentlich nur enttäuscht - wir können mit den Empfehlungen nichts anfangen.

Es gibt keinen an Android TV angepassten Browser - für ein Smart-TV-Betriebssystem sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Hier schneiden Amazons Fire-TV-Geräte mit gleich zwei Browsern deutlich besser ab. Unzufrieden waren wir auch mit der Youtube-App, weil hier die wichtigen Kommentare der Nutzer fehlen und die App damit um eine wichtige Funktion beraubt ist.

Wer die Soundbar mit einem Projektor zusammen nutzt, erhält mit der Link Bar Zugriff auf Smart-TV-Funktionen. Wir haben die JBL-Soundbar im Zusammenspiel mit dem Wireless-HDMI-Funkset WHD30M von Celexon und Sonys Full-HD-Projektor VPL-HW40ES getestet. Wir konnten problemlos Full-HD-Signale von der Soundbar zum Beamer übertragen und mussten uns dann keine Gedanken mehr machen, wie wir den Ton auf eine Anlage bekommen. Das kann bei anderen Streaminggeräten wie Apple TV oder Fire TV Stick ein Problem sein, wenn der Nutzer noch keine Anlage mit HDMI-Anschluss besitzt.

Auf der folgenden Seite haben wir die Link Bar mit etlichen Sprachbefehlen malträtiert und dabei ging es auch oft darum, in den Streaming-Apps mit der Sprache zu navigieren. Dabei stießen wir auf sonderbare Beschränkungen. Zudem schauten wir uns an, ob die Link Bar einen klassischen smarten Lautsprecher ersetzen kann.

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 JBL Link Bar im Test: Der Google-Assistant-Soundbar mit Android TV fehlt etwasNetflix-Sprachsteuerung mit vielen Problemen 
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