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Javascript: NPM-Registry soll Konkurrenz bekommen

Nach einem Managementwechsel beim Unternehmen NPM und einigen Kündigungen sollen sich mehrere Konkurrenz-Produkte zur NPM-Registry in Entwicklung befinden. Das könnte der Open-Source-Community eine freie alternative Quelle für Javascript-Pakete ermöglichen.
/ Sebastian Grüner
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Das NPM-Maskottchen ist ein Wombat. (Bild: Chris Fithall, flickr.com)
Das NPM-Maskottchen ist ein Wombat. Bild: Chris Fithall, flickr.com / CC-BY 2.0

Nach Kündigungen und einer Verschlechterung der Unternehmenskultur bei NPM geht die Unzufriedenheit über die Führung mittlerweile so weit, dass offenbar einige Entwickler unabhängig voneinander planen, eine alternative zentrale Paketquelle betreiben zu wollen, eine Registry für Javascript-Module. Diese stünde dann in direkter Konkurrenz zu der bisher kanonische Quelle, die von NPM betrieben wird. Das berichtet das britische Magazin The Register(öffnet im neuen Fenster).

Dem Bericht zufolge könnte schon in knapp einem Monat auf der JSConf EU Anfang Juni ein Konkurrent zu dem NPM-Unternehmen vorgestellt werden. Unabhängig davon hat außerdem ein Entwickler in dieser Woche das Projekt Open Registry vorgestellt, das derzeit aber nicht viel mehr als ein Proxy für die NPM-Registry ist.

Neue Unternehmensführung wird kritisiert

Im Laufe des vergangenen Jahres gab es bei NPM einen Wechsel des Managements, der Anfang dieses Jahres offiziell geworden ist. Dem folgten mehrere Kündigungen auch langjähriger Mitarbeiter vor einigen Wochen. Zwar sei dies im Geschäft nicht ungewöhnlich, The Register zitierte Betroffene und anonyme Quellen jedoch damit, dass sich das Unternehmen hierbei respektlos und unprofessionell verhalten habe.

Ebenso wird der neuen Unternehmensführung eine Kultur des Misstrauens und der Feindseligkeit vorgeworfen. Weiteren Recherchen des Magazin zufolge könnte es sich bei den Kündigungen außerdem um eine Form des sogenannten Union Busting handeln, also der Unterdrückung von gewerkschaftlichem Engagement. Das ergebe sich zumindest aus entsprechenden juristischen Beschwerden der Betroffenen.

Von Seiten des Unternehmens selbst gibt es bisher kaum öffentliche Aussagen zu den Vorgängen. In einem Blogeintrag bittet NPM(öffnet im neuen Fenster) aber um Entschuldigung dafür, wie der Prozess der Kündigungen abgelaufen ist – wohlgemerkt aber nicht für die Kündigungen selbst. Diese werden als schlichte Folge eines Unternehmenswandels beschrieben, beim dem sich NPM von der Abhängigkeit von Risikokapital wegbewegen möchte, hin zu einem Unternehmen, das sich selbst finanziell tragen kann.


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