Javascript-Benchmark: Octane 2.0 für geringere Latenz

Moderne Browser und komplexe Webapplikationen stehen im Fokus von Googles Javascript-Benchmark Octane, der im August 2012 erstmals erschien. Octane nutzt diverse echte Programme für die einzelnen Tests, um so möglichst realitätsnahe Ergebnisse zu liefern.
Ab sofort steht Octane in der Version 2.0 bereit(öffnet im neuen Fenster) , die Browserentwicklern helfen soll, Latenzen zu verringern, denn Octane 2.0 misst nicht nur die reine Javascript-Leistung.
Latenzen entstehen in modernen Javascript-Engines auf zwei Arten: Zum einen wird Javascript-Code in Maschineninstruktionen übersetzt, damit der Code schneller ausgeführt werden kann, zum anderen wird immer wieder eine Garbage-Collection durchgeführt, um nicht mehr benötigten Speicher freizugeben. Beides sind rechenintensive Aufgaben, die, wenn sie zu lange dauern, zu sichtbaren Aussetzern von Javascript-Programmen führen können.
In Octane 2.0 haben die Google-Entwickler daher modifizierte Versionen der Einzeltests Mandreel und Splay integriert, um solche Aussetzer zu messen und Browserentwicklern eine bessere Orientierung in Bezug auf die Kenngröße Latenz zu geben.
Darüber hinaus wurden zwei neue Tests integriert, um weitere Aspekte abzudecken. Der erste basiert auf Microsofts Typescript-Compiler, einer sehr umfangreichen und komplexen Javascript-Applikation, die Browser in den Bereichen der reinen Ausführungsgeschwindigkeit, dem Parsen von Code und ihre Speichersubsysteme fordert. Beim zweiten neuen Test handelt es sich um die Kompressionsbibliothek zlib, die mit Emscripten umgesetzt wurde und Mozillas Javascript-Erweiterung asm.js nutzt.
Drei bestehende Benchmarks wurden korrigiert. So soll der Test Regexp nun korrekte Resultate liefern, beim Gameboy Emulator läuft Code, der im Strict-Mode ausgeführt werden soll, nun wirklich im Strict-Mode, und Codeload unterscheidet sich bei jedem Durchlauf.
Octane 2.0 steht ab sofort unter developers.google.com/octane(öffnet im neuen Fenster) bereit.