Java: Noch ein Update gegen gefährliche Sicherheitslücken

Oracle hat für Java 6 und 7 erneut ein Sicherheitsupdate veröffentlicht, das Fehler behebt. Alle betreffen Java 7, vier Java 6 und zwei Java 5. Nur ein Fehler betrifft auch Java 4. Dabei sind nicht nur Anwender in Gefahr. Eine der Sicherheitslücken betrifft auch Java-Server-Installationen. Der sogenannte Lucky-Thirteen-Angriff auf TLS/SSL funktioniert bei alten Java-Versionen. Ein Angriff soll von mittlerer Schwierigkeit sein und die Gefahr wird in der Skala von null bis zehn Punkten mit 4,3 bewertet.
Laut der Risikoeinschätzung von Oracle(öffnet im neuen Fenster) sind drei der Sicherheitslücken besonders gefährlich (volle Punktzahl). Sie befinden sich direkt in der Laufzeitumgebung und sind über Netzwerke auslösbar. Zudem soll ein Angriff leicht zu bewerkstelligen sein. Insgesamt hat Oracle damit im Februar 55 Sicherheitslücken in seiner Laufzeitumgebung geschlossen, die meisten davon am 1. Februar 2013 mit dem eilig vorgezogenen Notfallupdate.
Die Sicherheitslücken wurden für zahlreiche Angriffe – auch auf Firmen – eingesetzt. Opfer waren unter anderem Entwickler von Facebook und Apple .
Wer Java einsetzt, sollte die neuen Updates möglichst schnell installieren. Oracle stellt sie als Java 7 Update 15 und Java 6 Update 41 bereit(öffnet im neuen Fenster) . Java 6 sollte zudem nicht mehr lange eingesetzt werden, da Oracle die Software ab März 2013 nicht mehr unterstützt.
Der Februar 2013 ist ein recht arbeitsreicher Monat für Administratoren und Anwender. Neben den beiden Java-Updates gab es zwei Sicherheitspatches für Adobe Flash und ein größeres sicherheitsrelevantes Windows-Update . In dieser Woche dürfte es noch ein Notfallupdate für den Adobe Reader geben, das bereits angekündigt wurde. Außerdem steht für den beliebten Videolan Client ein Update wegen einer Sicherheitslücke noch aus .
In vielen Fällen werden die Exploits aktiv ausgenutzt. So sind derzeit Flash-, Java- und PDF-Schädlinge unterwegs.



