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Java: JDK 16 bringt Port auf Alpine Linux

Die aktuelle Version von Java unterstützt offiziell die Musl-Libc und damit Alpine sowie viele weitere Erweiterungen.
/ Ulrich Bantle (Linux Magazin) und Sebastian Grüner
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Java 16 ist verfügbar. (Bild: Pixabay)
Java 16 ist verfügbar. Bild: Pixabay

Hauptsponsor Oracle hat im Namen der gesamten Java-Community das JDK in Version 16 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Die mit Blick auf moderne Software-Entwicklung wohl wichtigste Neuerung ist dabei aber keine neue Sprachfunktion, sondern die Portierung des JDK auf die Linux-Distribution Alpine(öffnet im neuen Fenster) sowie die dafür genutzt Standard-C-Bibliothek Musl. Alpine ist wegen seiner geringen Größe vor allem als Container-System beliebt, wovon nun auch Java profitieren soll.

Java 16 sei das Ergebnis einer Entwicklung mit offenen Reviews, wöchentlichen Builds und intensiver Zusammenarbeit zwischen Oracle und der weltweiten Java-Entwicklergemeinde über die OpenJDK Community und den Java Community Process, erklärt Oracle. Die aktuelle Version umfasst 17 neue Erweiterungen.

Das neue Java Development Kit (JDK) enthält die finalen Versionen von Pattern Matching for instanceof (JEP 394(öffnet im neuen Fenster)) und Records (JEP 395(öffnet im neuen Fenster)). Diese Spracherweiterungen hatten die Entwickler erstmals mit Java 14 experimentell vorgestellt. Neu ist auch ein Packaging Tool (JEP 392(öffnet im neuen Fenster)). Das bringt das Jpackage-Tool mit, das in sich geschlossene (self-contained) Java-Anwendungen ausliefern kann.

Zudem gibt es drei neue, noch experimentelle Funktionen, die Vector API (JEP 338(öffnet im neuen Fenster)), die Foreign Linker API (JEP 389(öffnet im neuen Fenster)) und die Foreign-Memory Access API (JEP 393(öffnet im neuen Fenster)), mit denen Entwickler nativen Code sowie Speicherbereiche außerhalb des Java Heap nutzen können. Auch die Vorschaufunktion Sealed Classes (JEP 397(öffnet im neuen Fenster)) ist ein neues Experimentierfeld. Unter JEPs verstehen die Entwickler Vorschläge zur Erweiterung des JDK (JDK Enhancement Proposals).

Java 16 bringt zudem ein verbessertes Speichermanagement mit und verbessert mit der Unterstützung aller Funktionen der Unix-Domain-Sockets die Kommunikation zwischen Prozessen (Inter Process Communication, IPC). Neu hinzugekommen ist auch ein Port auf die ARM-Version von Windows.


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