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Jaunt Neo: Lichtfeldkamera für 360-Grad-Videos geplant

Videokameras, die das Geschehen rund um den Aufnahmestandort aufzeichnen können, erleben einen Boom. Nun will Jaunt mit der Neo eine Kamera für Profifilmer anbieten, deren Bildmaterial mit Schnittprogrammen bearbeitet werden kann. Besonders die Lichtfeldtechnik könnte interessant werden.

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Jaunt Neo
Jaunt Neo (Bild: Jaunt)

Das Startup Jaunt VR hat mit der Neo ein Virtual-Reality-Kamerasystem angekündigt, das Videos im 360-Grad-Winkel aufnehmen kann. Dazu wurden von dem Unternehmen, das 2013 gegründet wurde, mehrere Kameras in einem Kreis angeordnet. Die Kameraobjektive sind nach außen gerichtet, so dass ein Blickfeld von 360 Grad abgedeckt werden soll. Der Betrachter kann sich dabei während des laufenden Videos umdrehen, was natürlich besonders effektvoll mit VR-Brillen möglich ist. Besonders interessant ist aber die Ankündigung, dass es sich um Lichtfeldkameras handeln wird. Damit wäre eine spätere Scharfstellung auf beliebige Bildinhalte möglich. Nähere Details wurden aber noch nicht genannt.

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Die Konstruktion solle robust und den Anforderungen an Filmsets gewachsen sein, heißt es von dem Startup, das derzeit keine technischen Details zu der Kamera nennen will - wohl auch wegen Bedenken, dass die Konkurrenz sich einen Vorteil verschaffen könnte.

Verleih an Profis

Die VR-Kamera Neo ist nicht für Amateure, sondern für Profis gedacht. Jaunt will vor allem Filmemacher damit ansprechen und das System auch nicht verkaufen, sondern nur verleihen. Das Kamerasystem soll nicht nur HDR-Aufnahmen ermöglichen, sondern auch Zeitlupen und mit den üblichen Profi-Schnittprogrammen wie Premiere, Avi, Final Cut Pro X, Maya und DaDaVinci Resolve, Lustre sowie Assimilate's Scratch zusammenarbeiten.

Jaunt will die Kamera ab August 2015 anbieten. Die Mietpreise liegen noch nicht vor.

Das 360-Grad-Aufnahmeformat wird derzeit - allerdings mit einfacherer Kameratechnik - auch von anderen Herstellern beworben. Google hat zum Beispiel mit der Jump eine Kamerahalterung für 16 Gopros angekündigt. Dazu gehört eine Software von Google, die die Einzelaufnahmen in ein 360-Grad-Video umwandelt, was dann auf Youtube angesehen werden kann.

Eher für Amateure ist die 360fly gedacht. Die kleine Kamera mit einem Durchmesser von 61 mm und einem Gewicht von 138 Gramm kann ebenfalls Rundumvideos aufnehmen. Dabei verwendet sie den Codec H.264 und erzielt eine Auflösung von 1.504 x 1.504 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde.

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