Jasper Lake (Atom) im Test: Intels kleine CPU-Kerne sind schneller als gedacht

Wer bei Atom-Chips noch an lahme Netbooks denkt, liegt falsch: Intels aktuelle Little-Cores nehmen es mit älteren Desktop-CPUs auf.

Ein Test von veröffentlicht am
Ein Wafer mit Quadcore-Atom-Chips
Ein Wafer mit Quadcore-Atom-Chips (Bild: Intel)

Im Herbst 2021 erscheint mit Alder Lake der erste Hybrid-Prozessor von Intel, der mit Big/Little-Cores von Tablets bis zu Desktop-PCs alle Leistungsklassen abdecken soll. Neben schnellen Performance- rechnen darin auch sparsame Atom-Kerne, die es bisher primär für preisgünstige Notebooks und Mini-PCs gibt. Das wirft die Frage auf: Wie flott sind denn die aktuellen Atoms überhaupt?

Inhalt:
  1. Jasper Lake (Atom) im Test: Intels kleine CPU-Kerne sind schneller als gedacht
  2. Atom schlägt Atom schlägt Core

Um das zu beantworten, müssen wir kurz ein paar Jahre zurückblicken. Die ersten Atoms veröffentlichte Intel schon 2008, die 45-nm-Chips alias Diamondville/Silverthorne nutzten die Bonnell-Microarchitektur mit in-Order-Technik. Mit bis zu zwei Kernen plus Hyperthreading bildeten sie die Grundlage für die erfolgreichen Netbooks, darunter Asus' Eee-PC.

Es folgten die Pineview-Generation mit integrierter Grafik und die Cedarview-Ableger mit 32 nm sowie DDR3-Unterstützung. 2013 präsentierte Intel die verbesserte Silvermont-Architektur mit Out-of-Order-Design, die so ausgestatteten 22-nm-Bay-Trail-Chips haben bis zu vier Kerne. Basierend auf diesem Design wollte Intel mit Merrifield/Moorefield auch im Smartphone-Segment dabei sein, scheiterte aber an der ARM-Konkurrenz.

Xeon Phi tot und 10 nm sehr spät

Ähnlich erging es mittelfristig dem Project Larrabee alias Xeon Phi als Server-Beschleuniger: Mit 32 Atom-Kernen als Knights Ferry gestartet, legte Intel mit den 62-kernigen Knights Corner und später den Knights Landings mit 72 Kernen nach. Besser sah es im Server-CPU-Bereich aus, hier konnte sich Avoton mit bis zu acht Kernen und Denverton mit bis zu 16 Kernen etablieren.

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Dort kam bereits die Goldmont-Technik mit 14 nm zum Einsatz, die entsprechenden Apollo-Lake-Chips für Laptops und Mini-PCs vermarktete Intel erstmals als Celeron sowie Pentium. Danach blieb lange Goldmont+ für die 2017 erschienenen Gemini Lake aktuell. Erst ganze vier Jahre später wechselte Intel für die Tremont-Technik der Jasper Lake zu 10 nm.

Einen solchen Prozessor haben wir getestet, den Celeron N5100 mit vier Kernen und bis 2,8 GHz. Der Chip ist allerdings auf 6 Watt begrenzt und passiv gekühlt, er steckt im lautlosen PN41, einem Mini-PC von Asus. Wir haben das SoC mit seinem Vorgänger, Intels Low-Power-Hybrid-Chip namens Lakefield, einem aktuellen ARM-Snapdragon und vollwertigen Desktop-Prozessoren verglichen.

Intel-Prozessoren

Konkret tritt der Celeron N5100 gegen den älteren Pentium Silver J5005 an, der mit 10 Watt und aktiver Kühlung aus Intels eigenem NUC7 (June Canyon) stammt. Dagegen stellen wir mit dem Core i5-2500K einen Sandy-Brigde-Quadcore von 2011, außerdem mit dem Pentium Gold G5400 einen Skylake-basierten Dualcore und den Core i5-L16G7 mit Sunny/Tremont-Kernen.

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Atom schlägt Atom schlägt Core 
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ichbinsmalwieder 30. Aug 2021

Na, das ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Das, was der zweite Rechner...

demon driver 23. Aug 2021

Das klingt nach einer geschickten Lösung für andere Fälle! Hochinteressant und werde ich...

Crass Spektakel 21. Aug 2021

Das war eigentlich so eine Art Schnappsentscheidung und Glücksgriff. Ich wollte...

sambache 19. Aug 2021

Ich warte auf 16 + 256 Dann bau ich meine Software wirklich um ;-)



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