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Japan: Sony und TSMC planen Joint Venture für neue Bildsensoren

Sony und TSMC wollen gemeinsam neue Bildsensoren entwickeln – und planen dafür ein neues Joint Venture. Einige Details sind aber noch offen.
/ Przemyslaw Szymanski
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Sony-Logo vor dem Hauptquartier in Tokio (Symbolbild) (Bild: KAZUHIRO NOGI/AFP via Getty Images)
Sony-Logo vor dem Hauptquartier in Tokio (Symbolbild) Bild: KAZUHIRO NOGI/AFP via Getty Images

Sony und TSMC planen ein neues Gemeinschaftsunternehmen in Japan, das Bildsensoren der nächsten Generation entwickeln und produzieren soll. Die Halbleitersparte des japanischen Konzerns, Sony Semiconductor Solutions, und der taiwanische Auftragsfertiger haben dafür eine vorläufige Vereinbarung(öffnet im neuen Fenster) unterzeichnet.

Das neue Unternehmen, bei dem Sony die Kontrolle behalten soll, würde seine Entwicklungs- und Produktionslinien in einer von Sony geplanten Fabrik in Koshi in der Präfektur Kumamoto einrichten. Laut Japan Times(öffnet im neuen Fenster) ist der Standort auf eine monatliche Kapazität von 10.000 300-mm-Wafern ausgelegt, erste Lieferungen werden demnach ab Mai 2029 erwartet.

Dass Sony und TSMC speziell bei Bildsensoren enger zusammenrücken wollen, liegt an der wachsenden Bedeutung dieser Bauteile. Für Smartphones und Kameras sind sie seit Langem wichtig, inzwischen werden sie aber auch in Autos, Robotern und Sicherheitssystemen gebraucht. Dort liefern sie die Daten, mit denen Maschinen ihre Umgebung erkennen.

Besonders wichtig ist das laut Sony für sogenannte physische KI. Die Partnerschaft soll demnach auch dazu dienen, neue Möglichkeiten in diesem Bereich auszuloten und aufzugreifen. Gemeint sind KI-Systeme, die nicht nur Daten verarbeiten, sondern Maschinen oder Abläufe in der realen Welt steuern. Dafür brauchen sie neben Rechenleistung auch verlässliche Sensordaten.

Sony setzt auf weitere Einsatzfelder

Für Sony ist dies eine Entwicklung in einem wichtigen Markt. Der Konzern gehört seit Jahren zu den führenden Anbietern von CMOS-Bildsensoren und beliefert vor allem die Smartphonebranche. Nun will Sony seine Stellung auf weitere Bereiche übertragen, darunter Fahrzeuge und Robotik. Damit würde das Unternehmen sein Sensorgeschäft breiter aufstellen und stärker auf Anwendungen setzen, die über klassische Smartphone- und Kamerafunktionen hinausgehen.

TSMC wiederum stärkt mit dem geplanten Joint Venture seine Präsenz in Japan. Der Konzern arbeitet dort bereits mit Sony und weiteren Partnern in der Gesellschaft Japan Advanced Semiconductor Manufacturing (JASM) zusammen. Diese betreibt in Kumamoto eine Chipfabrik, die Ende 2024 mit der Volumenfertigung gestartet ist.

Endgültig beschlossen ist das Vorhaben aber noch nicht. Sony und TSMC haben zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet und wollen die Gespräche über das Gemeinschaftsunternehmen fortsetzen. Auch konkrete Investitionssummen nannten die Unternehmen bislang nicht. Wie viel das Joint Venture investiert und wie stark Sony den Standort Nagasaki ausbaut, soll sich unter anderem nach der Nachfrage richten. Zudem hängt das Vorhaben von staatlicher Unterstützung in Japan ab.


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