Japan Display: 651 ppi stellen Apples Retina-Display in den Schatten

Apple baut in das iPhone 4S ein sogenanntes Retina-Display ein, bei dem das Auge bei normaler Betrachtungsdistanz keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann. Die Punktdichte liegt bei 326 Pixeln pro Zoll. Im Vergleich zum neuen LCD von Japan Display(öffnet im neuen Fenster) könnte man Apples Bildschirm aber durchaus als grobkrönig bezeichnen. Das LCD von Japan Display erreicht eine Punktdichte von 651 ppi bei einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln.


Es ist jedoch nur 2,3 Zoll groß und nicht wie Apples Modell 3,5 Zoll. Der Abstand zwischen zwei Pixeln liegt bei nur noch 39 Mikrometern. Das Display kann rund 16,7 Millionen Farben gleichzeitig darstellen und misst 49,9 x 31,2 mm.
Nach Herstellerangaben kann der winzige Bildschirm Buchstaben ohne sichtbare Pixeltreppen darstellen, die aussehen, als wären sie gedruckt. Das LCD könnte nicht nur in Smartphones, sondern beispielsweise auch für Digitalkameras eingesetzt werden. Noch ist das hochauflösende Miniaturdisplay jedoch nicht auf dem Markt.
Japan Display will Details zur Fertigungstechnik auf dem 2012 SID International Symposium bekanntgeben, das noch bis zum 8. Juni 2012 in Boston stattfindet. Dort zeigt auch der südkoreanische Konkurrent LG sein 5-Zoll-LCD für Smartphones, das eine Punktdichte von 440 Pixeln pro Zoll erreicht. Auf dem AH-IPS-Panel (Advanced High Performance In-Plane Switching) von LG können 1.920 x 1.080 Pixel angezeigt werden. LG verspricht darüber hinaus eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit für Spiele und Filme, ohne aber konkrete Daten zu nennen. Wie schnell das 651-ppi-Display von Japan Display reagiert, ist nicht bekannt.