Abo
  • IT-Karriere:

Jan Wörner (Esa): Trumps Idee einer ISS-Privatisierung ist unrealistisch

US-Präsident Donald Trump will keine Verlängerung der ISS-Mission finanzieren. Privatunternehmen sollen das Geld für den Betrieb aufbringen. Esa-Chef Jan Wörner hat nichts gegen eine Kommerzialisierung der Station. An eine Privatisierung glaubt er jedoch nicht.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Raumstation ISS: genug Bedarf für eine Station im Erdorbit
Raumstation ISS: genug Bedarf für eine Station im Erdorbit (Bild: Nasa)

Wer betreibt künftig die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS)? Die US-Regierung will keine Verlängerung mehr finanzieren. US-Präsident Donald Trump stellt sich vor, dass Unternehmen diesen Part übernehmen. Andere halten das für unrealistisch.

Stellenmarkt
  1. Olympus Soft Imaging Solutions GmbH, Münster
  2. Universität Passau, Passau

Nach dem Haushaltsplan, den die US-Regierung am Montag vorgestellt hat, soll es keine weitere Verlängerung für die ISS geben. Die Mission läuft bis zum Jahr 2024. Technisch könnte die Station bis 2028 betrieben werden.

Die Mitglieder glauben an einen Verlängerung bis 2028

Die meisten der an der Station Beteiligten gehen davon aus, dass diese zweite Verlängerung auch kommen wird. Der amtierende US-Präsident will dafür jedoch keine US-Finanzmittel mehr zur Verfügung stellen. Das sollen Privatunternehmen übernehmen.

Eine Privatisierung der ISS hält Jan Wörner, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Angency, Esa) hingegen nicht für realistisch "Der Gesamtbetrieb der Raumstation ist einfach zu teuer", sagte Wörner der Nachrichtenagentur dpa.

Die Station soll kommerzialisiert werden

Gegen eine stärkere kommerzielle Nutzung der ISS hat Wörner nichts einzuwenden - schließlich wird er die Esa-Mitgliedstaaten davon überzeugen müssen, dass sie den Betrieb der ISS bis 2028 finanzieren, der über drei Milliarden Euro im Jahr kostet. "Wir versuchen das ja auch von europäischer Seite." So ist geplant, das europäische Modul Columbus um Bartolomeo zu erweitern, eine Plattform für kommerzielle Experimente.

Wörner sieht Trumps Idee erst einmal nicht so dramatisch: "Man kann die Frage andersrum stellen und sagen, die USA haben jetzt überlegt, die Station doch über 2024 hinaus zu benutzen", sagte er. Bei einem vollständigen Ausstieg der USA könnte es allerdings ein Problem geben, nämlich ob Privatunternehmen die Verpflichtungen der USA in dem Abkommen der Mitgliedsstaaten übernehmen.

ISS oder Deep Space Gateway?

Trump will das Geld, das er bei der ISS einspart, für Missionen in den tieferen Weltraum bereitstellen und für Deep Space Gateway, eine Raumstation im Mond-Orbit, ausgeben. Nach Ansicht von Wörner gibt es aber "auch über 2024 hinaus" genug Bedarf für eine Station im Erdorbit. Und diese werde von den USA "auch nach 2024 mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden, davon kann man fest ausgehen."

Kritik an Trumps Vorschlag übte der Astronaut Mark Kelly, der vier Mal auf der Station war. "Wenn wir die Internationale Raumstation nicht weiter finanzieren, wird Amerika seinen Platz als globaler Führer in der Weltraumforschung und in der kommerziellen Weltrauminnovation einbüßen."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,49€
  2. 39,99€ (Release am 3. Dezember)
  3. (-63%) 11,00€
  4. 0,49€

EynLinuxMarc 19. Feb 2018

auch schlimm das das Wort "Waffen Besitz erschweren". Lach Eigentlich kann der Präsident...

Kusie 14. Feb 2018

Hi, ich denke zu Entdecken gibts auf dem Mond wenig bis gar nichts, deshalb müssen da...

Geigenzaehler 14. Feb 2018

Darf ich dich zu einem kleinen Realitaetsabgleich einladen? Deine Aussage mit den...

mnementh 14. Feb 2018

Stimmt. So weit ich weiß sind die USA ja auch die einzigen die eine Teilnahme Chinas an...


Folgen Sie uns
       


Nokia 2720 Flip - Hands on

Mit dem Nokia 2720 Flip hat HMD Global ein neues Klapphandy vorgestellt. Dank dem Betriebssystem KaiOS lassen sich auch Apps wie Google Maps oder Whatsapp verwenden.

Nokia 2720 Flip - Hands on Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Killer trifft Gans
Indiegames-Rundschau
Killer trifft Gans

John Wick Hex ist ein gelungenes Spiel zum Film, die böse Gans sorgt in Untitled Goose Game für Begeisterung und in Noita wird jeder Pixel simuliert: Die Indiegames des Monats sind abwechslungsreich und hochwertig wie selten zuvor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  2. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
  3. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten

Pixel 4 im Hands on: Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro
Pixel 4 im Hands on
Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro

Nach zahlreichen Leaks hat Google das Pixel 4 und das Pixel 4 XL offiziell vorgestellt: Die Smartphones haben erstmals eine Dualkamera - ein Radar-Chip soll zudem die Bedienung verändern. Im Kurztest hinterlassen beide einen guten ersten Eindruck.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Google Fotos Pixel 4 kommt ohne unbegrenzten unkomprimierten Fotospeicher

Star Wars Jedi Fallen Order: Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten
Star Wars Jedi Fallen Order
Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten

Ein Roboter mit Schublade im Kopf, das Lichtschwert als Multifunktionswerkzeug und ein sehr spezielles System zum Wiederbeleben: Golem.de stellt zehn ungewöhnliche Elemente von Star Wars Jedi Fallen Order vor.


      •  /