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Jamming: Starlink im Iran erfolgreich gestört

Mit einer unbekannten Methode scheint der Zugang zum Satelliteninternet im Iran gestört zu werden. GPS -Jamming allein soll dafür nicht genügen.
/ Mario Petzold
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Die Verbindung via Starlink lässt sich nur schwer blocken. (Bild: Getty Images/Odd Andersen)
Die Verbindung via Starlink lässt sich nur schwer blocken. Bild: Getty Images/Odd Andersen

Einem Bericht der Times of Israel(öffnet im neuen Fenster) zufolge wird derzeit selbst die Erreichbarkeit von Starlink durch das iranische Regime erfolgreich unterbunden. Das berichtet der iranische Aktivist Mehdi Yahyanejad der Zeitung, der in den USA lebt und die Geschehnisse rund um die aktuellen Proteste im Iran(öffnet im neuen Fenster) beobachtet.

Bereits im Sommer 2025, als sowohl Israel als auch die USA den Iran angriffen, wurde das GPS-Signal gestört, um die Effektivität von autonomen Waffensystemen zu verringern. Die Technik soll zudem die Leistung von Starlink beeinträchtigen können, weil die Empfänger die Standortdaten für ihre Ausrichtung zu den Satellitenkonstellationen benötigen.

Laut der Meinung des Aktivisten ließe sich damit der von ihm registrierte Rückgang von 30 Prozent bei den Starlinkverbindungen erklären. Allerdings deuteten teils 80 Prozent Rückgang darauf hin, dass mittlerweile eine wesentlich effektivere Technik zum Einsatz kommt.

Eine Spur führt nach Russland

Gut möglich, dass Iran von den Erfahrungen Russlands im Krieg gegen die Ukraine profitiert. Beide Ländern arbeiten auch bei der Drohnenproduktion eng zusammen und Russland versucht seit langem, den Zugang der ukrainischen Armee zum Satellitennetzwerk von Starlink zu unterbinden.

Zum Einsatz kommt dabei laut verschiedenen Berichten wie hier im Stern(öffnet im neuen Fenster) ein System namens Kalinka. Es ist mobil, soll keine auffällige Antennentechnik benötigen und kann gezielt einzelne Terminals ausschalten. Die Reichweite liegt vermutlich bei 15 Kilometern.

Deshalb lässt es sich nicht flächendeckend einsetzen. Auch soll die Zahl an Starlink-Empfänger im Iran im fünfstelligen Bereich liegen, weshalb eine umfassende Störung nur mit einer Vielzahl von Störsystemen möglich wäre.

Gegenmaßnahmen bekannt

Zumindest gegen Kalinka gibt es in der Ukraine bereits Gegenmittel, die auch im Iran zur Anwendung kommen könnten. Weil das Signal für das Satelliteninternet von oben kommt, das Störsignal aber von der Seite, soll es ausreichen, den Empfänger beispielsweise einzugraben und zu allen Seiten Bleche aufzubauen.


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