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James Gosling: Java-Erfinder wechselt zu Amazon Web Services

Vom Roboterhersteller zum Cloud-Anbieter: Der Java-Erfinder James Gosling wird nach fast sechs Jahren bei Liquid Robotics künftig für Amazons Web Services arbeiten.

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James Gosling, als er noch für Sun gearbeitet hat
James Gosling, als er noch für Sun gearbeitet hat (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

James Gosling gilt als Erfinder der Programmiersprache Java, deren Entwicklung er bei dem Unternehmen Sun maßgeblich verantwortete. In einer sehr kurzen Nachricht auf Facebook gibt Gosling nun bekannt, dass er künftig für die Cloud-Abteilung von Amazon, die Amazon Web Services (AWS), tätig sein wird.

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Nach der Übernahme von Sun durch Oracle hatte der Java-Erfinder Oracle verlassen, nach fast 26 Jahren Arbeit für Sun. Gründe für den Abschied von dem Unternehmen, das nach wie vor Hauptsponsor von Java ist, nannte Gosling damals nicht. Allerdings war Gosling nur einer von mehreren hochrangigen Sun-Angestellten, die Oracle nach der Übernahme verlassen hatten.

Nach Oracle arbeitete Gosling im Sommer 2011 für einige wenige Monate für Google. Nach diesem kurzen Zwischenspiel begann Gosling daraufhin eine Tätigkeit bei Liquid Robotics. Letzteres ist mittlerweile eine Tochter von dem Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen Boeing. Liquid Robotics hat mit dem Wellengleiter eine Art autonomen Meeresroboter erstellt, der unter anderem verschiedene Umweltdaten sammeln kann.

Zu seiner neuen Position bei AWS hat Gosling keine näheren Angaben gemacht und seinen Wechsel auch nicht ernsthaft begründet. Er hat lediglich geschrieben: "Es wird Zeit für einen Wechsel". Ob sich das nur auf seinen neuen Arbeitgeber bezieht und Gosling damit bei AWS künftig Verantwortung für Themen wie Robotik, IoT und autonome Systeme übernehmen wird, ist derzeit zwar nicht klar. Angesichts der Arbeit von Gosling in den vergangenen Jahren und der Entwicklung der AWS-Dienste erscheint dies aber wahrscheinlich.

Möglicherweise wird Gosling künftig einiges bei AWS ändern. Immerhin hatte er erst im vergangenen Herbst auf einem Konferenzvortrag insbesondere die Cloud-Dienste von Amazon für das mit der Nutzung verbundene Vendor-Lock-In explizit kritisiert. Außerdem sei es sehr schwer, etwa die Küstenwache eines Staates davon zu überzeugen, Amazon zu vertrauen.



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