James Cameron: KI kann Filmkunst nicht ersetzen

Regisseur James Cameron sieht Anwendungen der künstlichen Intelligenz nicht als Bedrohung für die Filmindustrie. "Kunst funktioniert nicht wie ein Durchschnitt von allem, was jemals gemacht wurde" , sagte der 71-Jährige der Nachrichtenagentur dpa und fügte hinzu: "Bei Filmkunst geht es um die einzigartige Perspektive und Erfahrung einzelner Künstler – sei es Songwriter, Schauspieler oder Regisseur."
Für ihn bleibt die künstlerische Originalität unersetzlich. KI könne zwar Inhalte auf Basis vorhandener Daten erzeugen, sagte Cameron, doch die besondere Handschrift eines Künstlers lasse sich nicht kopieren.
Seine Filme wie Titanic oder die Avatar-Reihe zählen zu den erfolgreichsten, die jemals produziert wurden. Am 17. Dezember 2025 läuft sein neues Science-Fiction-Epos Avatar: Fire and Ash in den Kinos an .
Originalität als Maßstab
"Man kann eine Menge mittelmäßiger Inhalte produzieren und über Streamingkanäle verbreiten – was die Netzwerke seit Jahrzehnten tun" , sagte der kanadisch-neuseeländische Filmemacher, "doch im Kino geht es um die einzigartige Vision eines Künstlers."
Auch bei Auszeichnungen sei das entscheidend: "Wo sehen wir etwas, das wir noch nie zuvor gesehen haben? Das können diese Modelle nicht leisten. Deshalb mache ich mir nicht so viele Sorgen" , sagte Cameron.
Der mehrfache Oscar-Preisträger verwies zudem auf die zentrale Rolle der Schauspieler. "Wenn wir einen Avatar-Film sehen, handelt es sich um echte Menschen, weil es Aufführungen von echten Menschen sind."
In seinem Epos tragen die Darsteller Motion-Capture-Anzüge, die jede Bewegung und Mimik erfassen. Diese Daten werden auf digitale Figuren übertragen, so dass die Leistung der Schauspieler präzise in der virtuellen Welt nachgebildet wird.