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Jalapeño und Nvidias Zukunft: Wenn die besten Kunden Chips selbst bauen

Immer mehr Nvidia-Kunden bauen eigene Chips. Das klingt bedrohlicher, als es vorerst ist, zumal sich Nvidia absichert. Der Umsatz hält, die Marge nicht.
/ Björn Meschkat
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Nvidia-Hauptsitz in Santa Clara in Kalifornien (Bild: Benjamin Fanjoy/Getty Images)
Nvidia-Hauptsitz in Santa Clara in Kalifornien Bild: Benjamin Fanjoy/Getty Images
Inhalt
  1. Jalapeño und Nvidias Zukunft: Wenn die besten Kunden Chips selbst bauen
  2. Was Jalapeño kann und was nicht
  3. Wo Nvidia vorne bleibt
  4. Nvidia verliert Preissetzungsmacht

Nvidia hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das bis Ende Juli lief, 96,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 106 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf die Hyperscaler entfielen 48,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das übrige Geschäft mit Unternehmen, KI-Clouds und staatlichen Projekten kam auf 40,3 Milliarden US-Dollar und wuchs um 25 Prozent zum Vorquartal, im Jahresvergleich um 138 Prozent(öffnet im neuen Fenster). Finanzchefin Colette Kress erwartet, dass dieses Segment aus souveränen Projekten, regionalen KI-Clouds, Enterprise-Edge und abgeschotteten Rechenzentren künftig rund die Hälfte des Rechenzentrumsgeschäfts ausmacht.

Interessant: Das Hyperscaler-Geschäft, in dem viele der Kunden mit eigenen Chipprogrammen stecken, wächst derzeit langsamer als das übrige Rechenzentrumsgeschäft. Die erstmals genannte Jahresprognose von rund 70 Prozent versah Finanzchefin Kress mit einer Einschränkung: Der Ausblick sei angebotsbeschränkt, der Engpass bestehe bis mindestens zum Ende des Geschäftsjahres 2028, also bis Januar 2028. Die Nachfrage wachse um rund 100 Prozent, lieferbar seien 70 Prozent(öffnet im neuen Fenster).

Ein Posten passt nicht ins Bild: Die Bruttomarge lag bei 75 Prozent, für das laufende Quartal sind 74 Prozent angesetzt, im vierten Quartal 71 bis 72 Prozent, im Geschäftsjahr 2028 dann 72 bis 73 Prozent.

Grund dafür sind die Speicherpreise. Kress sprach von extremen Bedingungen im Einkauf, das Ausmaß der Erhöhungen habe die eigenen Erwartungen übertroffen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat Nvidia Serverbauer und Großkunden über Preisaufschläge von mehr als 15 Prozent auf kommende Systeme informiert(öffnet im neuen Fenster).

Wirksam werden sie im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2028, das Ende Januar 2027 beginnt. Bis dahin trägt Nvidia die teureren Vorprodukte selbst.

Zu den Kunden, die selbst Chips bauen, gehört neuerdings auch OpenAI – und es hat jüngst mit seinem Chip Jalapeño aufhorchen lassen.


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