Nvidia verliert Preissetzungsmacht
Der Markt teilt sich. Beim Training von Grenzmodellen und überall dort, wo Flexibilität zählt, bleibt Nvidia vorerst gesetzt. In der Serieninferenz werden die großen Betreiber eigene Hardware einsetzen, wo sie sich rechnet.
Omdia erwartet, dass die Stückzahlen von KI-Spezialchips die der GPUs bis 2028 übersteigen, der Umsatzanteil wegen der höheren GPU-Preise aber deutlich niedriger bleibt(öffnet im neuen Fenster). Wie groß der verlagerte Anteil dann tatsächlich ist, lässt sich heute nicht seriös beziffern.
Ablesbar ist die Richtung: an 25 Prozent Wachstum außerhalb des Hyperscale-Geschäfts gegenüber 13 Prozent innerhalb – und daran, dass Amazon eigene und fremde Beschleuniger parallel hochfährt.
Für Nvidia dürfte das auf Sicht von zwei Jahren keinen Umsatzeinbruch bedeuten. Die 70-Prozent-Prognose steht, gedeckelt durch die Lieferkapazität.
Was sich verschiebt, ist die Preissetzungsmacht. Bruttomargen um 75 Prozent lassen sich leichter verteidigen, solange Kunden kaum gleichwertige Alternativen haben. Diese Voraussetzung wird gerade Stück für Stück abgebaut, und zwar von denen, die das Geschäft großgemacht haben.
Zwei Größen sind daher aussagekräftiger als jeder Rekord im Rückspiegel: die Bruttomarge und das Verhältnis vom Hyperscale-Geschäft zum übrigen Rechenzentrumsumsatz.
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Björn Meschkat hat mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich alternative Investments und Führungspositionen in Unternehmen. Als Experte für US-Werte veröffentlicht er regelmäßig Artikel in verschiedenen Medien und coacht interessierte Investoren in Finanzmarktthemen.
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