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SpaceX und mehr:
Wie eine Lücke zehn Jahre Raumfahrt prägte

2011 endete eine Ära: Zum letzten Mal hob ein Spaceshuttle ab. Es folgte der Abstieg der staatlichen Raumfahrt, zumindest der westlichen und der Aufstieg privater Firmen wie SpaceX. Ein gutes Jahrzehnt für den kommerziellen Bereich also – aber nicht für die Weltraumforschung.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Kein Livestream aus der Raumfahrt wurde von so vielen Menschen gesehen, wie der erste Flug der Falcon Heavy. (Bild: Wikimedia/SpaceX)
Kein Livestream aus der Raumfahrt wurde von so vielen Menschen gesehen, wie der erste Flug der Falcon Heavy. Bild: Wikimedia/SpaceX

Die Jahre von 2010 bis einschließlich 2019 waren für die Raumfahrt ein Jahrzehnt wie kein anderes davor – eine Dekade voller Erfolge, aber auch voller Enttäuschungen, Stagnation und Rückschritte. Es war die Zeit nach dem Ende des Spaceshuttles, das in den USA die Raumfahrt nach der Mondlandung prägte und eine große Lücke hinterließ.

Die Lücke ermöglichte den Aufstieg von SpaceX zum weltgrößten Anbieter von Raketenstarts. Ausgerechnet dieses Privatunternehmen brachte eine fast vergessene Begeisterung in die Raumfahrt zurück. Die für diese Begeisterung einst so wichtige Erforschung des Sonnensystems und des Universums bekam zwar immer weiter steigende Budgets, aber die Missionen wurden weder zahlreicher noch ambitionierter. Stattdessen gerieten Kosten völlig außer Kontrolle. Besonders die prestigeträchtigsten und teuersten Weltraumteleskope und Raumsonden taten sich mit Budgetüberschreitungen im Milliardenbereich hervor, die oft das Mehrfache der ursprünglich angesetzten Kosten betrugen.

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