China will in der Raumfahrt hoch hinaus

Auf den Mondorbiter Chang'e 2 folgten die chinesischen Mondlander Chang'e 3 und Chang'e 4. Nach fast einem halben Jahrhundert wurde von ihnen erstmals wieder die Mondoberfläche aus nächster Nähe untersucht. Aber leider sind die Chinesen nicht sehr freigiebig mit ihren Ergebnissen. Dennoch ist der Aufstieg Chinas unverkennbar. Nach der Zahl der Starts pro Jahr ist China im Jahr 2019 an der Weltspitze. Bis zum 19. Dezember 2019 starteten 32 chinesische Raketen aus China, aber nur 26 amerikanische und 23 russische. Bei dieser Entwicklung wurde allerdings viel zu wenig Rücksicht auf die Bevölkerung genommen.

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13 Langer-Marsch-Raketen starteten im Weltraumbahnhof Xichang, in der südlichen Provinz Sichuan, von wo aus ausgebrannte Raketenstufen mit giftigen Treibstoffresten über dicht bewohntem Gebiet abstürzen. Einige sorgten für erhebliche Schäden an Gebäuden, eine tötete zwei Kühe, die Einwohner wurden rechtzeitig gewarnt und kamen bislang nicht direkt zu Schaden. Der Weltraumbahnhof soll sogar noch ausgebaut werden. Dabei ist es nur ein schwacher Trost, dass inzwischen einzelne Raketen mit Flossen ausgestattet werden, um sie gezielt in unbewohntem Gebiet abstürzen zu lassen.

Mit Wenchang wurde zwar noch ein neuer Weltraumbahnhof weiter im Süden auf der Insel Hainan eingerichtet, allerdings wird der zurzeit kaum benutzt. Die abstürzenden Trümmerteile überschatten das ansonsten sehr erfolgreiche Raumfahrtprogramm Chinas. Es flogen drei chinesische Shenzhou-Raumschiffe, verbesserte Sojus-Nachbauten, mit insgesamt acht Passagieren zu den chinesischen Raumstationen Tiangong 1 und Tiangong 2. Ein völlig neu entwickelter Nachfolger des Raumschiffs ist in Entwicklung.

China wirbt um internationale Kooperation

In den nächsten Jahren soll die Raumstation Tiangong 3 aufgebaut werden, die nur etwas kleiner als die alte russische Raumstation Mir sein soll. China lud internationale Partner zur Kooperation ein. Ähnliche Kooperationen gab es auch schon bei der Mondmission Chang'E 4, bei der unter anderem deutsche und schwedische Instrumente mitflogen. Zu den Raumstationsplänen gehört auch ein Weltraumteleskop in der Größe von Hubble, bei dem ebenso um internationale Beteiligung geworben wird. Ein Grund für das Werben um internationale Partner dürfte wohl sein, dass China durch die Nasa von der Internationalen Raumstation ausgeschlossen wird.

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Über die Raumstation hinaus ist auch ein chinesischer Marsrover geplant, der 2020 starten soll. Auch das Mondforschungsprogramm soll mit Chang'E 5 fortgesetzt werden und Mondgestein zur Erde bringen. Die Mission ist aber verspätet, denn wie der Aufbau der Raumstation hängt sie vom Funktionieren der neuen Schwerlastrakete Langer Marsch 5 ab. Nur sie ist unter den chinesischen Raketen groß genug, um schwere Raumsonden und Raumstationsmodule in den Orbit zu bringen. Aber bei ihrem zweiten Flug stürzte sie wegen eines defekten Triebwerks in den Pazifik.

Auch außerhalb Chinas spielte der Mond eine große Rolle in der Raumfahrt dieses Jahrzehnts. Aber gerade die Pläne, Menschen zurück zum Mond bringen, waren für die Raumfahrt als Ganzes eher hinderlich als erfolgreich.

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 Stagnation bei der Erforschung des SonnensystemsViele Milliarden für die Mondfahrt und keine Resultate 
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