Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Die Ukraine baut immer mehr Waffen selbst

Auf ukrainischer Seite markierte das Jahr 2025 den Durchbruch der heimischen Rüstungsindustrie. Mehr als die Hälfte der eingesetzten Waffen stammten Ende 2025 aus ukrainischer Produktion, 75 Prozent des Beschaffungsbudgets flossen an einheimische Hersteller(öffnet im neuen Fenster) .

Die Neptune-D(öffnet im neuen Fenster) , eine Weiterentwicklung der Anti-Schiff-Rakete, die 2022 den Kreuzer Moskwa versenkte, erreicht nun eine Reichweite von 1.000 Kilometern mit einem 260-Kilogramm-Sprengkopf und wurde ab Januar 2025 im Kampf eingesetzt. Noch weiter reicht die FP-5 Flamingo(öffnet im neuen Fenster) , ein von einem ukrainischen Start-up entwickelter Marschflugkörper mit 3.000 Kilometern Reichweite und einem 1.150-Kilogramm-Sprengkopf, der auf wiederverwerteten Turbinen basiert.

Westliche Kampfflugzeuge für die Ukraine

Die im August 2024 gelieferten F-16-Kampfjets(öffnet im neuen Fenster) aus Dänemark und den Niederlanden veränderten die Luftverteidigung spürbar. Ende 2025 flogen F-16 rund 80 Prozent aller Einsätze der ukrainischen Luftwaffe und hatten über 1.300 russische Marschflugkörper und Langstreckendrohnen abgeschossen. Gleichzeitig setzten die ukrainischen Jets GBU-39-Gleitbomben gegen russische Stellungen ein.

Auf dem Meer kämpft die Ukraine auch

Zudem wurde die Ukraine zu einem Pionier der unbemannten Seekriegführung. Die aufgerüstete Sea-Baby-Drohne(öffnet im neuen Fenster) hat mittlerweile 1.500 Kilometer Reichweite und kann 2.000 Kilogramm Nutzlast tragen – eine Verdopplung gegenüber der Vorgängerversion. Neue Varianten tragen einen Grad-Raketenwerfer oder ein ferngesteuertes Maschinengewehr.

Ende 2025 griffen See-Drohnen gezielt Tanker der russischen Schattenflotte an. Im Dezember 2025 traf eine Sub-Sea-Baby-Unterwasserdrohne(öffnet im neuen Fenster) ein russisches U-Boot im Hafen von Noworossijsk.

Unbemannte Landfahrzeuge gewinnen an Wichtigkeit

Auch an Land hielt die Robotisierung Einzug. Im Jahr 2025 lieferte die Ukraine rund 15.000 unbemannte Bodenfahrzeuge(öffnet im neuen Fenster) an die Truppe, entwickelt von über 270 Unternehmen. In einem Fall hielt ein einzelner bewaffneter Roboter des Typs Droid TW 12.7 eine Frontstellung 45 Tage lang(öffnet im neuen Fenster) .

In einem anderen Fall nahmen ukrainische Einheiten russische Soldaten gefangen, ohne einen einzigen Infanteristen einzusetzen, und das ausschließlich mit Drohnen und Bodenrobotern. Jack Watling vom Rusi sprach von einer echten Roboterarmee(öffnet im neuen Fenster) , die in der Ukraine Gestalt annehme.


Relevante Themen