Jahresrückblick: Was 2016 bei Golem.de los war
Es war ein Jahr des Ausprobierens und Experimentierens. 2016 stand bei Golem.de im Zeichen neuer Kooperationen und Projekte, mit denen wir kontinuierlich versuchen, noch attraktiver für unsere Leser zu werden. Tagtäglich tun wir unser Bestes, um mit fundierten News und gut recherchierten Artikeln, Berichten, Tests und Reportagen unsere treuen Nutzer zu begeistern und neue zu gewinnen. Das ist uns dieses Jahr mit vielen tollen Texten unserer Redakteure und externer Experten auch gelungen. Aber wir wollen auch über unsere Texte hinaus Anreize bieten, Golem.de regelmäßig zu besuchen.
Neue Kooperationen
Extrem positives Feedback haben wir 2016 für unsere Integration von Narando bekommen. Über diesen Dienst werden von uns ausgewählte Artikel vorgelesen. Dabei beschränken wir uns auf längere Analysen und Berichte. Anders als bei synthetischen Lösungen werden die Texte von professionellen Sprechern aufgenommen. An dieser Stelle möchten wir uns besonders bei unserer Vorleserin Priya von Narando bedanken, die geduldig unseren teils sehr komplexen Fachjargon erträgt.
Eine weitere zu Golem.de passende Kooperation sind wir mit dem Berliner Startup 4Scotty eingegangen. Bei dem Dienst tragen sich IT-Fachkräfte in eine Datenbank ein und notieren dort ihre Vorstellungen bezüglich Gehalt, Arbeitsort und -modalitäten. Wenn eine Firma ihre Anforderungen erfüllen kann, stellt 4Scotty den Kontakt her. Der Service läuft bei uns in der grauen Menüleiste im Seitenkopf unter dem Punkt IT-Köpfe. Seit dem Start haben sich über Golem.de Tausende IT-Profis dort angemeldet.
Der Dienst ist eine perfekte Ergänzung zu unserem klassischen Stellenmarkt, der auch dieses Jahr wieder von vielen Lesern und Firmen genutzt wurde. In Kombination mit unseren IT-Köpfen finden Arbeitssuchende auf Golem.de nun noch bessere Angebote und Karrieremöglichkeiten. Nächstes Jahr, soviel sei schon verraten, werden wir das Segment rund um Jobs, Karriere und Weiterbildung mit weiteren Kooperationen ausbauen. Auf die Zusammenarbeit freuen wir uns schon, besonders auf die mit dem VDI.
Events und Förderungen
2016 haben wir uns auch erfolgreich in Events erprobt. Im April ging es zwei Tage lang um das Thema Deep Learning und Machine Learning. Auf der Konferenz, die während der Spieleentwicklerkonferenz Quo Vadis in Berlin stattfand, gab es zwölf spannende Vorträge führender Wissenschaftler. Unsere Veranstaltung war sehr gut besucht, das Feedback von Besuchern wie auch Vortragenden positiv. Die Dokumentation der Vorträge (Powerpoints, Videomitschnitt) haben wir unseren Golem-pur-Abonnenten nach der Veranstaltung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Insgesamt waren die Erfahrungen so überzeugend, dass wir versuchen, häufiger passende Veranstaltungen zu IT-Themen anzubieten.
Erfolg hatten wir auch bei Googles Förderinitiative DNI, und zwar gleich zweimal. Sowohl in der ersten Runde als auch in der zweiten entschied sich eine von Google unabhängige Fachjury, unsere Projekte mit jeweils 50.000 Euro zu unterstützen. Bei beiden Ideen handelt es sich um Projekte, die auf Textanalyse, Computerlinguistik und Deep Learning zurückgreifen.
Google AMP, HTTPS und ein Blick in unsere Zahlen
Auf technischer Seite haben unsere beiden Entwickler 2016 wieder das Unmögliche umgesetzt. Neben dem laufendem Geschäft und den damit verbundenen Notfällen war Golem.de einer der Startpartner von Google AMP. Die Accelerated Mobile Pages sind für Smartphones optimiert und werden in den Suchergebnissen extra ausgewiesen.
Von den Lesern immer wieder mit Nachdruck verlangt, arbeiten wir seit vielen Monaten auch an der Umsetzung von HTTPS. Da wir hier auf andere beteiligte Parteien Rücksicht nehmen müssen, konnten wir leider nicht so schnelle Fortschritte erzielen wie erhofft. Im Laufe des Jahres haben wir bereits einige Subdomains, zum Beispiel für Videos, umgestellt. Auch können mittlerweile der Forenlogin und die Newsletter-Bestellung optional mit Account verknüpft werden und so eine sichere Anmeldung gewährleisten. Zum Jahresende erfolgt nun endlich die komplette Umstellung.
Neues für die Homepage und Citizen Science
Seit gut einem halben Jahr liegen auch fertige Vorlagen für ein paar Neuerungen der Homepage und zur Videoseite in der Schublade. Leider gab es für die Umsetzung noch keine Zeit. Das wollen wir im Januar und Februar nachholen.
Außerdem haben wir unser erstes Citizien-Science-Projekt umgesetzt. In den Frühlings- und Sommermonaten haben Tausende Leser nach unserer Anleitung mit Raspberrys und Arduinos ihre Bürotemperatur gemessen. Wir sind von der Teilnahme und dem Enthusiasmus unserer Leser beeindruckt. An dieser Stelle möchten wir aber um Entschuldigung bitten: Die versprochene Auswertung veröffentlichen wir Anfang Januar. Die Auswertung hat sich als aufwendiger herausgestellt, als wir annahmen. Wir haben dabei aber bereits viel gelernt und sind auch auf überraschende Erkenntnisse gestoßen.
Die für uns größte Überraschung des Jahres war ohne Zweifel unser Umzug. Aus dem Nichts wurde uns nach acht Jahren unser Mietvertrag gekündigt. Ein Startup wollte die Fläche und bekam sie. Fieberhaft suchten wir in den Sommermonaten in Berlin eine neue Bleibe und haben dabei viele Ecken der Hauptstadt kennengelernt. Mit weniger als drei Prozent Leerstand und vielen Suchenden war es kein leichtes Unterfangen, etwas Passendes und Bezahlbares zu finden. Es hat aber geklappt und seit dem 1. Dezember bewohnen wir ein modernes Büro an der Spree nicht unweit unserer alten Adresse. Und: Wir sind nun mit Glasfaser angebunden.
Die Zahlen des Jahres
Zum Schluss noch ein Blick in unsere Zahlen. Wir haben fast 7.000 Artikel mit über 22,4 Millionen Zeichen erstellt, was etwas mehr ist als 2015. Dazu kommen 260 selbst produzierte Videos. Insgesamt lagen die Videoabrufe über dem Vorjahr.
Die Nutzung auf mobilen Geräten nimmt weiter zu. Dort wird aber im Gegensatz zum Desktop deutlich zielgerichteter gelesen. Auch stieg unsere Reichweite in den sozialen Netzwerken, vor allem bei Google+ (ja, das gibt's noch). Das Teilen und Liken von Artikeln führt aber nicht zwangsläufig zu mehr Klicks auf die jeweilige Artikelseite. Unsere Abozahlen sind leicht über dem Vorjahresniveau.
Bei der Nutzung unserer Seite ist der Anteil von Chrome als Browser gestiegen, die Anteile von Firefox, Opera und Safari sind gefallen. Klarer Gewinner aufgrund der niedrigen Ausgangsposition ist 2016 Edge von Microsoft. Bei den Betriebssystemen haben, wie schon oben erwähnt, die stationären Systeme (Windows, Linux, MacOS) abgebaut, während Mobile mindestens stabil (iOS) blieb oder zulegte (Android). Bei Letzterem sind vor allem das Nexus 5X sowie Samsungs S5, S6 und S7 unter den Lesern besonders beliebt. Unter den Top Fünf findet sich auch noch das Oneplus One.
Abschließen möchten wir die Rückschau mit einem Ausblick: 2017 feiert Golem.de sein 20-jähriges Bestehen. Für ein Online-only-Medium ist das eine große Leistung, auf die wir sehr stolz sind. Das werden wir natürlich entsprechend würdigen. Details folgen.
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