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Blue Origin von Jeff Bezos ist nicht mehr New Space

Blue Origin scheiterte daran, bis 2020 mit der New-Glenn-Rakete eine große wiederverwendbare Rakete zu entwickeln. Die bereits zwei Jahre vor SpaceX gegründete Raumfahrtfirma des Amazon-Gründers und reichsten Manns der Welt, Jeff Bezos, konnte nicht einmal zwei einsatzfähige BE-4-Triebwerke an die ULA liefern, die sie dringend zum Bau der Vulcan-Rakete braucht - um die Delta IV Heavy zu ersetzen und um unabhängig vom Import der russischen RD-180-Triebwerke für die Atlas V zu werden. Von der 2016 groß angekündigten New Glenn, deren erste Stufe mit sieben BE-4-Triebwerken starten und auf einem Schiff landen soll, war bislang noch gar nichts zu sehen.

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Zur Entwicklung eines von drei ausgeschriebenen Mondlandern für das Artemis-Programm schloss sich Blue Origin mit einer Reihe alter Firmen wie Draper, Lockheed Martin und Northrop Grumman zu einer Nationalmannschaft zusammen. Inzwischen hat Bezos einen Beraterstab zur langfristigen Entwicklung der Firma berufen, der fast ausschließlich aus Angehörigen des Militärs oder Vertretern von Waffenfabrikanten besteht. Damit ist Blue Origin nun eher den etablierten alten Raumfahrtfirmen - "Old Space" - zuzurechnen als den neueren "New Space"-Unternehmen, von denen es neben SpaceX noch einige andere gibt.

Kleine Raketen spielen bei den großen mit

Zu New Space gehört die US-Firma Astra, die hatte aber bei drei Versuchen, die Rocket 3 zu starten, noch kein Glück. Die erste Rakete explodierte bei Startvorbereitungen am Boden, bei der zweiten versagte die Steuerkontrolle der ersten Stufe nach dem Start und die dritte Rakete gelangte wegen einer falschen Treibstoffmischung nur beinahe in den Orbit. Die Firma soll bislang etwa 100 Millionen US-Dollar investiert haben.

Viel mehr, nämlich etwa eine Milliarde US-Dollar, kostete die Entwicklung der Launcher One von Virgin Orbit mit gerade einmal der doppelten Nutzlast. Bei deren Erstflug brach eine Treibstoffleitung wenige Sekunden nach Abwurf der Rakete vom Trägerflugzeug, einer Boeing 747 namens Cosmic Girl, und sie stürzte unsanft ins Meer.

Sanft im Meer vor Neuseeland landete dagegen erstmals die erste Stufe einer Electron-Rakete der Firma Rocketlab, auch wenn zuvor eine andere Electron-Rakete wegen eines Fehlers in der Leistungselektronik nach dem Start abgestürzt war.

Für die 2020 erstmals gestartete staatliche chinesische Langer-Marsch-8-Rakete ist die Entwicklung der Wiederverwendung in den nächsten Jahren ebenso vorgesehen wie bei den Raketen, die zurzeit von den privaten chinesischen Firmen Landspace, Linkspace und i-Space entwickelt werden und die in den nächsten zwei Jahren erstmals fliegen sollen. Von den drei deutschen Raketenentwicklern Hyimpulse, Rocketfactory Augsburg und Isar Aerospace sind solche Pläne noch nicht bekannt.

Bei einer allen bekannten Firma funktioniert die Wiederverwendung hingegen fast reibungslos.

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PaBa 05. Jan 2021 / Themenstart

Ist ja mit Airbus auch nicht groß anders. Auch die ESA ist so aufgestellt. In Europa...

jonsger 31. Dez 2020 / Themenstart

Dem Dank kann man sich anschließen. Ich freu mich über Artikel, wie über alle anderen von...

TomTomTomTom 30. Dez 2020 / Themenstart

Naja, die Kamera ist eben fest motiert und die Rakentstufe hat nicht dort aufgesetzt wo...

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