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Jahresrückblick 2017: Das Jahr der 20 Jahre

Konferenz, Barcamp, Jobmessen: Im 20. Jahr unseres Bestehens haben wir uns an Veranstaltungen gewagt - und gewonnen. Abseits davon haben wir wieder viel probiert, verworfen und natürlich geschrieben und gefilmt.
/ Benjamin Sterbenz
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Golem.de feierte 2017 sein 20-jähriges Jubiläum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Golem.de feierte 2017 sein 20-jähriges Jubiläum. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Unser Jahresrückblick ist diesmal leicht zu strukturieren: Die Retrospektive kann klar in die Prä- und Post-Konferenz-Ära eingeteilt werden. Die ersten sechs Monate 2017 waren thematisch bestimmt von unserer ersten eigenen, großen Konferenz mit dem Titel "Die Quanten kommen!": Organisieren, Koordinieren, Planen, Verwerfen, Telefonieren, Speaker finden, Sponsoren finden (Dank an AVM, Google und Huawei!). Wir waren dabei penibel und kontrollwahnsinnig. Schließlich sollte unsere Konferenz-Premiere anlässlich unseres Jubiläums perfekt werden - 20 Jahre ist es her, dass Golem.de von Jens Ihlenfeld und Christian Klaß gegründet wurde.

Golem.de wünscht ein frohes neues Jahr 2018
Golem.de wünscht ein frohes neues Jahr 2018 (00:38)

Unsere Leidenschaft hat sich ausgezahlt. Wir hatten fantastische Redner, die auf ihrem Gebiet weltweit führend sind, eine Eröffnungsrede von einem Vertreter der EU-Kommission, mit dem Zoopalast einen wunderbaren Veranstaltungsort sowie eine umfassende, fachkundige und spannende Berichterstattung rund um Quantenthemen . Vor allem aber hatten wir viele Besucher, die mit ihren Fragen die Veranstaltung bereicherten. Insgesamt ist unsere Bilanz sehr positiv, und wir sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Wir wissen nun aber auch, welches Risiko und welche Arbeitsleistung hinter so einem Event stehen, weshalb wir so eine riesige Veranstaltung sicherlich nicht jedes Jahr umsetzen werden.

Die Entwickler kommen!

Gute Erfahrungen machten wir auch bei unserem ersten Barcamp. Wir hatten Entwickler aus der deutschsprachigen Medien- und Verlagsbranche eingeladen, über vergangene, laufende und kommende Projekte zu diskutieren. Da zwar in verschiedendsten Formaten über die Zukunft des Journalismus debattiert wird, es ein Event in dieser Form für die Branche bis dato jedoch nicht gab, wollten wir das ändern. Rund 50 Teilnehmer, darunter Vertreter aller großen Medienhäuser, kamen zu uns und führten intensive Diskussionen. Wir sind sehr stolz darauf, diesen Erfahrungsaustausch ermöglicht zu haben. 2018 werden wir das wiederholen.

Darüber hinaus waren wir in vielen deutschen Städten auf Jobmessen gemeinsam mit den VDI Nachrichten vertreten und führten Ingenieure an die Softwarebranche heran. Unsere Angebote zu Jobs ( Stellenmarkt , IT-Köpfe/4Scotty , Gehaltscheck ) wurden grundsätzlich wieder sehr gut angenommen.

Aufgrund dieser ermutigenden Erfahrungen überlegen wir für 2018, Veranstaltungen zu forcieren. Angedacht sind Online- wie auch Offline/Real-Life-Angebote mit IT-Schwerpunkt, bei denen es um Wissensvermittlung geht.

Neue Mitarbeiter, neue Formate

Wie an anderer Stelle schon erwähnt , gab es wieder viele packende Texte, auf die wir sehr stolz sind - darunter etliche exklusive, selbstrecherchierte Stücke. Zusätzlich nutzten wir das Jahr, um mit neuen Videoformaten zu experimentieren. Neben Livestreams zu Produkten und Games diskutierten wir etwa über neue Technologien und drehten Video-IMHOs. Weitere Formate werden folgen.

Kurz erwähnt sei auch noch: Wir laufen seit einem Jahr auf HTTPS und sind damit sehr zufrieden. Beim Abo gibt es nun auch Gutscheine zum Verschenken - und dort eine Paypal-Zahlungsoption. Wir bilden seit 2017 zudem einen neuen Volontär aus, dessen Admin- und IT-Erfahrung hier nachzulesen ist . Und eine neue Marketing- und Business-Expertin ist auch im Team .

Ein Blick in unsere Zahlen

Abschließend noch wie jedes Jahr ein Blick in unsere Statistik: Unsere Leserzahl ist 2017 weiter gestiegen. Rund 2,8 Millionen Leser besuchen monatlich unsere Seite. Die Zahl der Visits beziehungsweise Sessions hat sich im Gegensatz zu den Jahren davor stabilisiert. Einzig die Seitenaufrufe sind weiter rückläufig - was allerdings keine Golem.de-Besonderheit ist. Die gesamte Branche spürt den Umschwung auf mobile Endgeräte und das damit verbundene, andere Leseverhalten. Die Verweil- und Lesedauer für Artikel ist hingegen auf Desktop und Mobile gleich. Wenn gelesen wird, wird da wie dort ähnlich viel Aufmerksamkeit investiert. Insgesamt ist zu beobachten, dass die mobile Nutzung nicht mehr so stark wächst wie in den Jahren zuvor.

Die Zahl der publizierten Artikel blieb stabil, ebenso die Anzahl der Zeichen. Die Zahl der Videos und deren Abrufe stieg leicht an. Zahlenmäßig negativ entwickelte sich das Forum, in dem wie schon in den Vorjahren weniger kommentiert wird. Dafür findet mehr Interaktion auf Facebook statt. Letzteres schlägt sich übrigens nicht in Zugriffen nieder. Wir erreichen zwar sehr viele Leute auf der Plattform und können mit unserer Marke punkten. Auf unserer Seite landet aber nur ein kleiner Bruchteil. Zu Browsern und Geräten gibt es nichts Bemerkenswertes zu vermelden: Chrome ist weiterhin klar die Nummer eins, gefolgt von Firefox. Bei den mobilen Geräten steht das iPhone auf Platz eins, auf den weiteren Positionen folgen vorwiegend Galaxy-S-Modelle.

Wir fragen unsere Leser

Weil wir uns ständig selbst hinterfragen und laufend darüber nachdenken, was wir unseren Leserinnen und Lesern noch anbieten können, starten wir das neue Jahr mit zwei Leserumfragen. Im Januar wird die erste, im Februar die zweite Onlineumfrage laufen. Wir erhoffen uns davon wichtige Erkenntnisse, wie wir die Seite, die Inhalte, aber auch das Drumherum noch besser und interessanter gestalten können. Daher schon jetzt der Aufruf: Bitte mitmachen!

Im Januar geht auch ein dezent überarbeitetes Webseitenlayout online. Neben aktualisierten Icons bekommt Video endlich auch auf Mobile eine prominentere Integration. Unsere Lesestücke werden dann besser auffindbar sein. Parallel überlegen wir neue, auch ungewöhnliche Funktionen für die Seite - dazu folgt im Laufe des Jahres ein Update.

Mit großer Spannung (redaktionell wie auch geschäftlich) erwarten wir die EU-Datenschutz-Grundverordnung sowie die angeschlossene ePrivacy-Richtlinie. Während Erstere vor allem interne Prozesse betrifft, auf die wir uns vorbereitet haben, betrifft Zweitere unsere wichtigste Einnahmesäule: Werbung. Noch ist nicht klar, in welcher Schärfe die Verordnung umgesetzt wird. Wir gehen aber davon aus, dass sie spürbare Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben wird.

Was beim Tippen des Rückblicks offensichtlich geworden ist und uns beschämt: Vor lauter Tun und Machen gab es zum ausgelassenen Feiern des Jubiläums gar keine Zeit. Womit wir unseren Neujahrsvorsatz für 2018 gefunden haben.


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