Jahresbericht: Huawei schließt eigene Chipproduktion nicht aus

Investitionen in dem Bereich ergeben nun Sinn für viele Firmen, sagte Huawei-Chef Guo Ping. Huawei habe "das Jahr 2021 überlebt".

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Guo Ping, Rotierender Vorstandsvorsitzender bei Huawei
Guo Ping, Rotierender Vorstandsvorsitzender bei Huawei (Bild: Huawei / Screenshot: Golem.de)

Huawei konnte den Unternehmensgewinn im Geschäftsjahr 2021 um fast 76 Prozent auf 17,8 Milliarden US-Dollar steigern. Das gab der Technologiekonzern am 28. März 2022 bekannt. Der Umsatz ging jedoch um 29 Prozent auf 99,9 Milliarden US-Dollar zurück, was der Prognose von Huawei aus dem Dezember entspricht. Auf die Frage, ob eine eigene Chipherstellung geplant sei, sagte Guo Ping, Rotierender Vorstandsvorsitzender bei Huawei, dies sei "sehr komplex und braucht viel Zeit und verlangt Geduld. Investitionen in dem Bereich ergeben nun Sinn für viele Firmen."

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Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) beliefen sich auf 22,4 Milliarden US-Dollar und erreichten einen Anteil von 22,4 Prozent am Gesamtumsatz. Guo betonte: "Wir lösen unsere Probleme nicht mit Sparsamkeit." Starke Investitionen in Forschung und Entwicklung seien weiter nötig. "Wir haben 2021 überlebt." Im Jahr 2021 hat das Carrier Business von Huawei einen Umsatz von 44,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Finanzchefin Meng Wanzhou ist zurück im Tagesgeschäft

"Trotz eines Umsatzrückgangs im Jahr 2021 steigt unsere Fähigkeit, Gewinne zu erzielen und Cashflows zu generieren", sagte Chief Financial Officer Meng Wanzhou bei einer Livestream-Veranstaltung vom Hauptsitz des Unternehmens in Shenzhen. Es war ihr erster großer öffentlicher Auftritt, seit Meng vergangenes Jahr nach fast dreijähriger Haft in Kanada nach China zurückgekehrt war.

Der Gewinnzuwachs war der größte in der Unternehmensgeschichte, wurde aber durch Verkäufe von Konzernteilen gesteigert. Die Smartphone-Marke Honor hatte Huawei im November 2020 für 15 Milliarden US-Dollar an ein chinesisches Konsortium aus 30 Firmen abgegeben. Hier war mit der Regierung von Shenzhen ein staatlicher Akteur führend. Auch das Servergeschäft steht zum Verkauf.

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Huawei kann durch das Nutzungsverbot von US-Technologie keine modernen Chips mit einer Strukturbreite von fünf Nanometern mehr von den Auftragsherstellern TSMC und Samsung Foundries produzieren lassen. Weltweit ist jeder Auftragshersteller, der Chip-Maschinen aus den USA benutzt, von dem Verbot der US-Regierung betroffen. Zudem hat Huawei Schwierigkeiten, an Smartphone-Bauteile wie moderne SoCs zu kommen. 5G-Smartphones kann Huawei darum schon länger nicht mehr anbieten. Einen Ausweg für Huawei in der Chiptechnologie könnte Stacking bieten.

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