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Jährlich: 20 Arbeitstage gehen durch Technikprobleme verloren

Drucker und Scanner laufen nicht richtig und alle warten, weil der Kollege aus Hamburg mal wieder aus dem Videokonferenzsystem der Firma in Berlin fliegt. Das nervt nicht nur, sondern kostet richtig Zeit.
/ Achim Sawall
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Verzweiflung am Drucker (Bild: Sharp)
Verzweiflung am Drucker Bild: Sharp

Beschäftigte in Büros in Deutschland verlieren pro Jahr rund 20 Arbeitstage dadurch, dass sie sich mit fehlerhafter, langsamer oder komplizierter Technik auseinandersetzen müssen. Dies ergab eine Studie(öffnet im neuen Fenster) des Marktforschungsinstituts Censuswide(öffnet im neuen Fenster) im Auftrag von Sharp Business Systems. So verbringen Mitarbeiter pro Tag durchschnittlich 22 Minuten damit, im Netzwerk des Unternehmens nach schwer auffindbaren Dokumenten und Bildern zu suchen.

Acht Minuten vergehen, um das Hochfahren und Aufwärmen von Druckern abzuwarten. Weitere neun Minuten dauert das Ausdrucken von Dokumenten. Insgesamt müssen Büroangestellte in Deutschland rund 38 Minuten ihres Arbeitstages ungenutzt verstreichen lassen.

31 Prozent der Befragten geben an, dass sie Zeit verlieren, weil Dokumente nicht leicht aufzufinden oder zu teilen sind. 25 Prozent klagen über veraltete Technologien, die ihnen ein effizientes Arbeiten erschweren.

Hilfe für Kollegen

25 Prozent der Befragten geben an, ihre Kollegen gelegentlich beim Bedienen von Druckern und Scannern zu unterstützen. 23 Prozent unterstützen ihre Kollegen in der Bedienung der Videokonferenz-Technologie. Immerhin 21 Prozent erklärten, dass sie selbst nicht wissen, wie die Geräte funktionieren.

Die Verzögerung durch technische Probleme hat auch einen bedeutenden Einfluss auf die Zufriedenheit im Job. So geben 52 Prozent der Befragten an, dass sie mit aktuellerer Technik produktiver wären. 42 Prozent sind sich sicher, dass ihre Motivation steigen würde und 16 Prozent vermuten sogar, dass sie sich dem Unternehmen stärker verbunden fühlen und sie die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle einstellen würden.

"Durch veraltete, fehlerhafte und komplizierte Technik riskieren Unternehmen verlangsamte Arbeitsprozesse, Einbußen im Gewinn und sogar den Verlust wertvoller Mitarbeiter" , sagte Alexander Hermann, Vice President Information Systems Europe bei Sharp. Die Befragung basiert auf Angaben von 6.045 Bürokräften in den Ländern Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Schweden, Polen, Niederlande, Tschechien und Ungarn. Davon waren 1.015 in Deutschland beschäftigt.


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