Jack Dorsey: Rechtskonservativer Investor will Twitter-Chef verdrängen

Ein milliardenschwerer Unterstützer der Republikanischen Partei in den USA will mit seinem Investmentfonds Einfluss bei Twitter gewinnen - und möglicherweise Firmenchef Jack Dorsey aus dem Amt drängen.

Artikel veröffentlicht am ,
Twitter-Chef Jack Dorsey
Twitter-Chef Jack Dorsey (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Der US-Investor Paul Singer will sich mit seinem Investmentfonds Elliott Management bei Twitter einkaufen. Wie Bloomberg und andere US-Medien berichten, hat die Firma bereits Firmenanteile in nicht genanntem Umfang gekauft. Es reicht demzufolge aber jetzt schon, um für die nächste Hauptversammlung vier Direktoren für drei frei werdende Plätze im Aufsichtsrat von Twitter vorzuschlagen.

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Es gehe Singer letztlich allerdings darum, Firmenchef und Mitgründer Jack Dorsey aus dem Unternehmen zu drängen, heißt es in den Berichten. Grund sei, dass Dorsey neben seinem Posten bei Twitter auch den Zahlungsdienstleister Square leite und diese beiden Jobs auch noch jeweils drei bis sechs Monate im Jahr von Afrika aus erledigen wolle.

Das britische Magazin The Guardian weist darauf hin, dass Paul Singer auch einer der einflussreichsten Helfer der Republikanischen Partei in den USA sei. Er galt als einer der Hauptunterstützer von George W. Bush und hat später einige der republikanischen Präsidentschaftskandidaten mit Millionen an US-Dollar unterstützt, darunter Mitt Romney und Marco Rubio.

Singer galt eine Zeit lang als Gegner von Donald J. Trump, inzwischen steht er auf der Seite des aktuellen US-Präsidenten. Trump erledigt bekanntermaßen einen Großteil seiner Öffentlichkeitsarbeit über Twitter.

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Es ist unklar, ob Paul Singer mit seinem Investment primär finanzielle Interessen verfolgt oder sich politischen Einfluss verschaffen möchte. Twitter gilt als Unternehmen, bei dem es viel ungenutztes Geschäftspotenzial gibt. Bislang verzichtet es etwa auf Elemente wie die Storys auf Instagram und Snap.

Twitter spielt aber auch eine große Rolle in der Politik - längst nicht nur wegen Trump. Im Oktober 2019 gab das Unternehmen bekannt, anders als etwa Facebook auf politische Werbung zu verzichten. Dafür wurde Twitter von Vertretern aus allen Lagern sowohl gelobt als auch kritisiert.

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franzropen 02. Mär 2020

Er wird aber auch "der Geier" geannt weil er Schulden nach Staatsinsolvenzen aufgekauft...

mcnesium 02. Mär 2020

Wenn man auf Twitter früher oder später nur noch Trump liest, lernen die Leute vielleicht...

derLaie 02. Mär 2020

Twitter ist halt ehrlich. Zu ehrlich.. deren API macht es zu einfach Twitter-Bots zu...

redmord 01. Mär 2020

Wir haben auch Fonds mit ethischen Grundsätzen. Hebel, über die sich Einfluss ausüben...



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