Jace: KI-Assistent kommuniziert mit Bewerbern und startet Firma

Zeta Labs hat den virtuellen Assistenten Jace vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , der den Webbrowser steuern kann und komplexe Aufgaben wie Reisebuchungen, Bewerberscreening und sogar eine US-Firmengründung selbstständig durchführen kann.
Anwender geben das Ziel und die Verhaltensweise in einfachen Prompts vor. Den Rest soll die KI erledigen.
"Unser Kernmodell basiert auf einem Open-Source-Modell. Wir haben unseren Datensatz dem Reinforcement Learning from AI Feedback (RLAIF) unterzogen und ihn anschließend noch weiter verfeinert" , sagte einer der Gründer gegenüber Venture Beat. Er erklärte, dass das Unternehmen umfangreiche simulierte Interaktionen und synthetische Daten verwendet habe, um sicherzustellen, dass das Modell Webaufgaben mit mehreren Schritten bewältigen könne.
Jace soll die Kontrolle über den Webbrowser der Benutzer übernehmen und selbstständig komplexe Aufgaben erledigen können.
Das Herzstück der Fähigkeiten von Jace ist die von Zeta Labs entwickelte KI-Engine für die Webinteraktion, AWA-1 (Autonomous Web Agent-1). Durch die Integration von AWA-1 kann das System eine Reihe von Onlineaufgaben mit minimaler Benutzereingabe ausführen, so die Gründer, die früher bei Meta arbeiteten. So soll eine Vielzahl von Onlineaktivitäten vereinfacht und optimiert werden.
Jace und ähnliche Systeme könnten erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben, insbesondere im Hinblick auf die Automatisierung von Onlineaufgaben und Büroarbeiten.
Während der ersten Tests wurde Jace vom Zeta-Labs-Team geprüft und mit einer Reihe komplexer Aufgaben betraut. In einem Beispiel gründete Jace erfolgreich ein Unternehmen für Mathematiknachhilfe, wobei der Benutzer nicht nur durch den Gründungsprozess geführt wurde, sondern auch der erste Kunde gewonnen und innerhalb von nur zwei Wochen Einnahmen erzielt wurden.
Laut Peter Albert, Mitbegründer von Unternehmens, "möchten wir bei Zeta Labs KI-Modelle in die Lage versetzen, mit der digitalen Welt um sie herum zu interagieren. Die Entwicklung unseres AWA-1-Modells ermöglicht es Jace, einen Browser zu steuern, wodurch der KI-Assistent im Wesentlichen das digitale Äquivalent von Armen und Beinen erhält."
Trotz seiner beeindruckenden Leistung hat Jace auch seine Grenzen. Frydery Wiatrowski, ein weiterer Mitbegründer von Zeta Labs, räumte ein, dass das System bei komplexeren Aufgaben Probleme haben könne und dass die Geschwindigkeit beim Surfen derzeit etwas langsam sei. Das Unternehmen arbeite jedoch daran, diese Probleme zu beheben.
Es ist wahrscheinlich, dass OpenAI und Google ihre eigenen Web-Interface-Systeme entwickeln werden, um mit Lösungen wie Jace zu konkurrieren. Dennoch hat Zeta Labs bereits die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich gezogen und eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2,9 Millionen US-Dollar erhalten.
Zeta bietet Interessierten die Möglichkeit, sich auf der Website des Unternehmens auf eine Warteliste(öffnet im neuen Fenster) zu setzen, um zu den Ersten zu gehören, die den Assistenten mit KI-Unterstützung erleben können. Wann das so weit ist, bleibt vorerst unbekannt.
Ähnliche Ansätze haben auch der Entwickler des KI-Handhelds Rabbit R1 und das Softwareprojekt AutoGPT .



