Ivy Bridge-E: Intel will mit X79-Mainboards SSDs übertakten

IDF

Auf dem kommenden Intel Developer Forum (IDF) will Intel seine neuen High-End-Prozessoren der Serie Core-i-4000 mit sechs Kernen vorstellen. Die dazugehörigen Mainboards werden auch das Übertakten von SSDs unterstützen - was das in der Praxis bringt, ist fraglich.

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Intels eigene SSDs sollen bald durch Overclocking schneller werden.
Intels eigene SSDs sollen bald durch Overclocking schneller werden. (Bild: Intel)

Aus dem Konferenzprogramm zum IDF geht hervor, dass Intel auf der Konferenz in San Francisco erstmals das Übertakten von SSDs vorführen möchte. Als Basis dient dabei die neue "enthusiast platform" samt einem nicht näher genannten Core-i-4000. Aus anderen Quellen ist aber bereits bekannt, dass es sich um den Core i7-4960X alias Ivy Bridge-E handelt. Dieser Prozessor löst den Core i7-3970X ab, der als Sandy Bridge-E Ende 2011 erschien.

Was genau Intel an einer SSD, die vermutlich aus eigenem Haus stammt, übertakten will, und wo die Vorteile liegen, geht aus der Ankündigung der Veranstaltung nicht hervor. Bei diesen Laufwerken gibt es aber wie bei einem PC selbst, gleich mehrere Ansatzmöglichkeiten. Zum einen arbeiten SSDs mit einem kleinen Prozessor, der meist Controller genannt wird. Dieser Chip ist mit einem bestimmten Takt versehen, wird dieser erhöht, können Daten schneller bearbeitet werden.

Mehrere Ansatzpunkte zum Overclocking von SSDs

Zum anderen gibt es aber auch bei den Flash-Chips selbst bestimmte Timings, die unter anderem beim Schreiben eine Verzögerung zwischen dem Löschen von Zellen und deren neuer Befüllung vorschreiben. Da vor allem SSDs der Mittelklasse beim Schreiben viel langsamer sind als beim Lesen, könnte eine Änderung dieser Timings zusammen mit höherem Takt für den Controller diesen Nachteil mildern.

Bei den schnellsten derzeit erhältlichen SSDs mit Sata-Schnittstelle ist aber dieses Interface der größte Flaschenhals, was sich erst mit Sata-Express ändern wird. Eventuell dreht Intel bis dahin auch an den Takten und Timings von Sata selbst. Das wäre durch die genaue Kenntnis des eigenen Chipsatzes, hier dem X79, auch möglich. Da Intel den X79 ausdrücklich erwähnt, ist anzunehmen, dass das SSD-Overclocking mittels verdongelter Software nur mit diesem Chipsatz unterstützt wird.

Neben solchen marktpolitischen Überlegungen wird auf dem ab dem 10. September 2013 stattfindenden IDF auch zu klären sein, wie das Übertakten von SSDs sich auf die Lebensdauer der Datenträger und die Datensicherheit auswirkt.

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