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Ivanpah: Größtes Solarthermiekraftwerk der Welt geht ans Netz

Einem Lied zufolge regnet es nicht in Südkalifornien. Es liegt also nahe, dort ein Sonnenkraftwerk zu bauen. In der Mojave-Wüste ist das größte Solarthermiekraftwerk in Betrieb gegangen.

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Solarthermiekraftwerk Ivanpah: Vögel mit angesengtem oder verbranntem Gefieder
Solarthermiekraftwerk Ivanpah: Vögel mit angesengtem oder verbranntem Gefieder (Bild: Brightsource)

In der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien an der Grenze zu Nevada ist das größte Solarthermiekraftwerk der Welt ans Netz gegangen. Den Bau der Anlage hat Google mit finanziert.

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Ivanpah ist ein solares Turmkraftwerk. Im Zentrum der Anlage steht ein Turm, um den Heliostate aufgestellt sind. Das sind Spiegel, die dem Lauf der Sonne folgen. Sie sind alle auf einen Absorber in der Spitze des Turms gerichtet, auf den sie das Sonnenlicht reflektieren.

Der Absorber ist ein Tank, der mit einem Wärmemedium gefüllt ist - das kann Öl sein, Wasser oder Salz. Es wird durch die Sonnenstrahlen erhitzt und in einen Wärmetauscher geleitet. In diesem wird Dampf erzeugt, der eine Turbine mit einem elektrischen Generator antreibt. Im Fall von Wasser wird der Dampf direkt auf die Turbine geleitet.

Drei Türme

Das Solarthermiekraftwerk Ivanpah ist knapp 13 Quadratkilometer groß. Es hat drei Türme, die jeweils knapp 140 Meter hoch sind. Das Sonnenlicht wird über 340.000 Heliostaten eingefangen und reflektiert. Die Anlage liefert eine Leistung von 392 Megawatt. Das reicht laut dem Solarunternehmen Brightsource Energy aus, um 140.000 Haushalte zu versorgen.

Ivanpah ist ein Gemeinschaftsprojekt von NRG, Google und Brightsource Energy. Google hat den Bau mit 168 Millionen US-Dollar unterstützt. Der Konzern hatte 2008 bereits zehn Millionen US-Dollar in Brightsource Energy investiert.

Sauber, aber teuer

Durch den von Ivanpah erzeugten Solarstrom würden pro Jahr 450.000 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre freigesetzt, werben die Betreiber. Allerdings ist der saubere Strom teuer erkauft: Der Bau von Ivanpah sei etwa vier Mal so teuer wie der eines Gasturbinenkraftwerks, die Leistung aber deutlich geringer, berichtet das Wall Street Journal. Der Sonnenstrom werde vermutlich mehr als doppelt so teuer sein wie konventionell erzeugter.

Zudem sind die Auswirkungen auf die Umwelt offensichtlich größer als erwartet: So fanden sich nach Testläufen tote Vögel mit angesengtem oder verbranntem Gefieder in der Anlage. Die zuständigen staatlichen und Bundesbehörden erklärten, man habe damit rechnen müssen, dass Vögel in dem Kraftwerk sterben könnten. Die Zahl sei zunächst jedoch höher als erwartet. In einer zweijährigen Studie soll geprüft werden, wie stark die Vogelwelt durch Ivanpah beeinträchtigt wird.



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Fabo 18. Feb 2014

Egal wie man Strom erzeugt, irgendjemand hat immer die Arschkarte. Bei den...

Der Held vom... 18. Feb 2014

Das ist ja schon wieder ein ganz anderes Kapitel. Ich für meinen Teil bin sehr dafür...

teenriot 17. Feb 2014

Mit Gleichstromkabel kann man mit geringen Verlusten bis nach Europa liefern. Die Grafik...

Der Held vom... 17. Feb 2014

Nenn' es doch "Obelisk des Lichts" und ändere deinen Namen in "Kane" ... ;-)

Der Held vom... 17. Feb 2014

Deutlich mehr. Der Unterschied ist der, dass man Windkraftanlagen bis zu einem gewissen...


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