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iTunes-Provisionen: Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor

Spotify hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Apple eingereicht. Der Vorwurf lautet, dass Apple den Wettbewerb behindert. Der iPhone-Hersteller sei Anbieter und Konkurrent zugleich und verschaffe sich Vorteile gegenüber anderen Musik-Streaming-Apps.

Artikel veröffentlicht am ,
Spotify legt Beschwerde gegen Apple ein.
Spotify legt Beschwerde gegen Apple ein. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Spotify will einen fairen Wettbewerb im Bereich der Musik-Streaming-Dienste auf iOS-Geräten und sieht diesen durch Apple behindert. Aus diesem Grund hat das Unternehmen nach eigener Aussage förmliche Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Das hat Spotify-CEO Daniel Ek in einer Presseverlautbarung bekanntgegeben. Die EU-Kommission solle für einen fairen Wettbwerb sorgen und Apple dazu zwingen, verschiedene Diensteanbieter nicht länger unterschiedlich zu behandeln. Streitpunkt ist Apples Provision auf Umsätze über den App Store. Nach Aussage von Spotify habe der führende Musikstreaming-Anbieter versucht, mit Apple eine Einigung zu erzielen, sei damit aber gescheitert.

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Deshalb hat sich Spotify nun an die EU-Kommission gewandt, die hier einen fairen Wettbewerb ermöglichen soll. Wenn Kunden über eine App wie Spotify ein Abo des Dienstes buchen, behält Apple dafür eine Provision von 30 Prozent ein. Wenn das Abo weiterläuft, reduziert sich Apples Provision auf 15 Prozent. Damit sich Spotifys Einnahmen dadurch nicht verringern, müsste der Anbieter den Standardpreis von 10 Euro für das Abo erhöhen.

Dann wäre Spotify nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber Apples eigenem Musikstreamingabo, das Kunden von einem Apple-Gerät für 10 Euro buchen können. Hier sieht Spotify einen unfairen Wettbewerb, Einschränkungen für Kunden und ein Ausbremsen von Innovationen. Spotify hat nach eigenen Angaben zwar die Möglichkeit, die Abobuchung nur noch abseits von Apples Buchungssystem anzubieten - so handhabt Spotify das bereits länger - dann gibt es aber neue Probleme. Spotify hat die Erfahrung gesammelt, dass Apple immer wieder Updates der Spotify-App unterbunden hat.

Apple habe Spotify von neuen Apple-Produkten ausgeschlossen

Zudem hat Apple Spotify systematisch von neuen Apple-Produkten ausgeschlossen, wie dem Homepod oder der Apple Watch. Apples bisher einziger smarter Lautsprecher Homepod kann auf Zuruf per Sprache nur Musik von Apples eigenem Musikstreamingdienst abspielen. Der Homepod unterstützt keine konkurrierenden Dienste. Sowohl Amazon als auch Google erlauben auf ihren smarten Lautsprechern nicht nur die eigenen Dienste, sondern auch die Nutzung von Konkurrenzdiensten wie Spotify.

Ek sieht eine Ungleichbehandlung von Apple bei verschiedenen Apps. Wenn Apps wie Uber oder Deliveroo Umsätze erzeugen, behalte Apple keinen Anteil am Umsatz. Die Umsatzbeteiligung gibt es nur für Anbieter, die digitale Dienstleistungen anbieten. Dadurch würden Uber und Deliveroo weniger Beschränkungen auferlegt als etwa Spotify.

Forderungen von Spotify

Nach Ansicht von Spotify sollten Apps fair konkurrieren und es sollte keine Rolle spielen, wer den jeweilgen App Store besitzt. Zudem sollten Kunden nicht zu einer bestimmten Bezahlmöglichkeit gezwungen werden - das ist laut Spotify beim App Store der Fall. Zudem wünscht sich das Unternehmen, dass App Stores keine Möglichkeit erhalten sollten, die Kommunikation zwischen Anbietern und Kunden zu kontrollieren.

Es ist schon länger so, dass Abos von Musikstreamingdiensten bei einer Buchung aus einer iOS-App teurer sein können, als wenn sie auf anderem Weg gebucht werden. Spotify hat die Abobuchung vor einiger Zeit aus der Spotify-App entfernt. Mittlerweile ist auch Netflix diesem Beispiel gefolgt und hat die Buchung eines Abos aus der iOS-App entfernt.

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nasenweis 18. Mär 2019

Gibt es unter IOS nicht auch so etwas wie Standardapps? Sprich Einstellungen welche app...

Schnarchnase 15. Mär 2019

Der Markt ist nicht Telefone sondern iOS und da hat Apple das Monopol. Oder kannst du...

rafterman 13. Mär 2019

Bei Untervermietungen kann genau das passieren.


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