iTunes-Provision: Netflix will kein Geld mehr an Apple zahlen

Der Videostreamingdienst Netflix will offenbar nicht länger die Provisionen bezahlen, die bei der Abrechnung von Netflix-Abonnements an Apple fließen. In mehreren Ländern, darunter Deutschland, wird getestet, ob die Nutzer auch bereit sind, auf einer mobilen Website ihr Abo abzuschließen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Netflix-Logo
Das Netflix-Logo (Bild: Mike Blake/Reuters)

Netflix testet einem Bericht von Techcrunch zufolge derzeit in 33 Ländern, ob Nutzer den neuen Registrierungsprozess verstehen. Dabei soll ein Button in der Netflix-App eine mobile Website aufrufen, auf der die Nutzer in einem Formular ihre Daten eintragen können.

Stellenmarkt
  1. Projektplaner/CAD-Systembetr- euer (m/w/d)
    EMS PreCab GmbH, Papenburg
  2. Software Architect (f/m/d)
    NEXPLORE Technology GmbH, Darmstadt, Essen, München
Detailsuche

Apple könnte die Provisionen für Netflix-Konten verlieren, wenn der Streaminganbieter es schafft, die Abrechnung über iTunes zu umgehen, auch wenn die Nutzer nur mit der Netflix-App unterwegs sind. Bisher ist es möglich, dass Nutzer ihr Abonnement über die iTunes-Abrechnung bezahlen. Dafür erhält Apple eine Provision. Nach wie vor ist es aber auch möglich, über die Netflix-Website das Abo abzuschließen und den Streamingdienst über die App zu nutzen.

Nach dem Bericht von Techcrunch testet Netflix diese alternative Bezahlungsmethode in 33 Ländern. Bis zum 30. September 2018 können neue oder abgelaufene Abonnements in ausgewählten Märkten in Europa, Lateinamerika und Asien nicht mit iTunes bezahlt werden. Die Nutzer werden stattdessen auf die mobile Webseite umgeleitet.

Auf der Liste der Länder, in denen der Test läuft, steht nicht nur Deutschland, sondern auch Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Ecuador, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Korea, Malaysia, Mexiko, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen, Polen, Slowakei, Südafrika, Spanien, Schweden, Taiwan, Tschechien, Ungarn und Thailand.

Golem Karrierewelt
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure: virtueller Vier-Tage-Workshop
    24.-27.01.2023, virtuell
  2. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Apple erhält derzeit 30 Prozent der Netflix-Gebühr im ersten Jahr und 15 Prozent ab dem zweiten Jahr, wenn die Nutzer über die App bezahlen. Wenn Netflix den Test erfolgreich abschließt und die iTunes-Abrechnungsmöglichkeit komplett abschaltet, könnten Apple einige Einnahmen wegbrechen.

Netflix wäre aber nicht das erste Unternehmen, das sich gegen In-App-Käufe ausspricht. Auch der Musikstreamingdienst Spotify hat diesen Weg vor einiger Zeit eingeschlagen, während das Buchen eines Musikstreamingabos bei vielen Konkurrenten von Apple Music teurer ist, wenn das Abo in der iOS-App gebucht wird. Auch Amazon erlaubt es nicht, über die iOS-Kindle-Apps Inhalte zu kaufen. Das gleiche Bild ergibt sich etwa für die Amazon-Video-App auf dem Apple TV und anderen iOS-Geräten, die somit dem Kunden ausschließlich Prime-Inhalte anzeigen und damit übersichtlicher sind als auf anderen Plattformen, bei denen Abo- mit Kaufinhalten vermischt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Tuxgamer12 26. Aug 2018

Also schreibt Golem an dieser Stelle Blödsinn. Im Ernst: Ich kann das nicht nachprüfen...

berritorre 24. Aug 2018

Also ich sehe die 30% lieber bei Netflix, als bei Apple/Google. Nicht weil ich was gegen...

My1 24. Aug 2018

wobei aber verläge für physischen buchdruck zugegeben auch einiges an vorkosten haben...

Peter Brülls 23. Aug 2018

Ja. Hast natürlich recht. Kam durcheinander weil ich erst mit 19 Rechnete und dann erst...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Oliver Blume
VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu

VWs Ingenieure müssen den Trinity neu planen, weil das Design bei der Konzernspitze durchgefallen ist. Zudem gibt es eine neue Softwarestrategie.

Oliver Blume: VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu
Artikel
  1. Bedenken zu Microsoft 365: Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden
    Bedenken zu Microsoft 365
    Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden

    Bei den Gesprächen könnte herauskommen, dass Microsoft 365 nicht mehr verwendet werden darf.

  2. Smart-TV: Google veröffentlicht Android TV 13
    Smart-TV
    Google veröffentlicht Android TV 13

    Bisher haben die meisten Smart-TVs und Streaminggeräte mit Googles TV-Betriebssystem noch nicht einmal ein Update auf Android TV 12 erhalten.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /