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iTunes: Großbritannien verbietet Privatkopie

Durch eine neue Entscheidung des britischen High Court ist jede Privatkopie von urheberrechtlich geschützten Werken verboten. Damit wären auch Importfunktionen wie in Apples iTunes illegal und der Hersteller könnte mit Klagen und Schadensersatzforderungen rechnen.

Artikel veröffentlicht am ,
iTunes
iTunes (Bild: Apple)

In Großbritannien ist ein Beschluss aus dem vergangenen Jahr, der private Vervielfältigungen urheberrechtlich geschützter Medien zugelassen hatte, vom High Court wieder abgeschafft worden. Ein Sprecher des UK Intellectual Property Office sagte dem Onlinemagazin Torrentfreak: "Es ist ab sofort ungesetzlich, private Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken ohne das Einverständnis des Rechteinhabers anzufertigen. Das gilt auch für Formatänderungen."

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Das Intellectual Property Office erklärte, dass die Änderungen im Jahr 2014 "im besten Interesse" der Verbraucher seien und dadurch ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert geschaffen werde.

Von der neuen Regelung sind auch Backups betroffen, wie der Behördensprecher Torrentfreak erklärte. Er sagte, "dies umfasst auch das Erstellen von Backups ohne Erlaubnis des Rechteinhabers, da dies zwangsläufig einen Akt der Vervielfältigung darstellt".

Was in Deutschland gilt

In Deutschland gilt die Regelung in Paragraf 53, Absatz 1, des Urheberrechtsgesetzes. Der Paragraf erlaubt "einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird".

Der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) und Gerd Billen, damals Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), hatten bereits vor zwei Jahren ein neues Urheberrecht gefordert. Kern war das Recht auf Privatkopie, das als unabdingbares, vollwertiges Nutzerrecht gesetzlich verankert werden sollte. "Wer zum Beispiel ein E-Book kauft, muss davon eine Kopie zur privaten Nutzung anfertigen können. Das Recht auf Privatkopie darf nicht durch AGB oder Kopierschutzsysteme eingeschränkt oder ausgeschlossen werden", sagte Billen.

Zudem müsse das Urheberrecht an die sozialen Netzwerke angepasst werden. "Für Internetnutzer ist das Posten und Teilen von Inhalten im Internet alltäglich. Wenn dahinter keine kommerziellen Interessen stehen und damit auch keine Rechte der Urheber und Rechteinhaber beeinträchtigt werden, dann müssen solche mittlerweile üblichen Nutzungsformen im Urheberrecht erlaubt werden", forderte Bonde. Hierzu gehöre es auch, Remixe, Mashups oder Collagen zu gestatten.



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spiderbit 12. Aug 2015

was ist denn die frucht der arbeit eines Steuerberaters, oder einer Krankenschwester? Der...

BLi8819 12. Aug 2015

Nein, weil die Künstler ihre Rechte an die GEMA abgegeben haben. Selbst schuld.

plutoniumsulfat 10. Aug 2015

Warum wird Kritik (die mMn immer noch im akzeptablem Maße geäußert wird) gelöscht?

neocron 10. Aug 2015

richtig, du darfst, konzerne derart degradieren, Regierungstraeger und...

TC 10. Aug 2015

stimmt, sorry. Denk doch nur einer an die Kinder, Enkel und Urenkel!


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