iTunes: Apple soll eigenen Streamingdienst planen
Der Computerkonzern Apple soll mit der Musikindustrie Gespräche über einen eigenen Streamingdienst führen. Das berichtet das US-Portal Billboard(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Demnach will Apple auf diese Weise Rückgänge bei den iTunes-Downloads wettmachen und vom steigenden Umsatz von Diensten wie Spotify und Pandora profitieren. Zudem denke Apple darüber nach, eine Androidversion seiner iTunes-App auf den Markt zu bringen.
Dem Bericht zufolge ist der Download von Musiktiteln in den USA im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Ebenfalls trage der Erfolg von Googles Android dazu bei, dass der iTunes-Dienst an Popularität verliere. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz mit Musikdownloads bei iTunes um 14 Prozent zurück, wie aus einer Untersuchung von Asymco hervorgeht(öffnet im neuen Fenster). Bislang bietet Apple mit iTunes Radio(öffnet im neuen Fenster) nur Zugriff auf festgelegte 250 Radiostationen. Der Dienst ist bislang nicht in Deutschland verfügbar. Mit einem Musikabo und einer Android-App würde Apple neue Wege gehen, um den Musikabsatz wieder anzukurbeln.
Jobs lehnte Musikabos ab
Apple-Chef Tim Cook hatte bereits im vergangenen Mai auf der D11-Konferenz gesagt(öffnet im neuen Fenster), es sei für ihn "keine Glaubensfrage, Android-Apps anzubieten", aber es müsse sinnvoll sein. Mit Blick auf das Streamingportal würde sich Cook aber von den Ansichten seines Vorgängers Steve Jobs entfernen, der Musikabos für wenig erfolgversprechend hielt.
Neue Wege bei der Verbreitung von Musikinhalten will auch der Kurznachrichtendienst Twitter gehen. Das Unternehmen kündigte am Freitag per Tweet(öffnet im neuen Fenster) an, seine #music-App aus dem Verkehr zu ziehen. Der Dienst war erst vor einem Jahr angekündigt worden, in Deutschland erst im vergangenen August gestartet. Die App sollte den Nutzern Künstler und Songs vorschlagen, die das Programm aus den Inhalten bei Twitter filterte. Bis 18. April kann die App noch weitergenutzt werden, dann wird sie abgeschaltet. Twitter kündigte in einem weiteren Tweet aber an, "mit neuen Wegen zu experimentieren", um den Nutzern die Musik-Aktivitäten auf Twitter nahezubringen.
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