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ITU: Verbreitung von Internetzugängen stagniert weltweit

Weltweit gehen 47,1 Prozent der Menschen online. Für den afrikanischen Kontinent ging die Internetnutzung sogar zurück.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Internet-Café in Mogadischu, Somalia
Internet-Café in Mogadischu, Somalia (Bild: Feisal Omar/Reuters)

Der Anteil der Internet-Nutzer an der Gesamtbevölkerung stagniert weltweit. Das geht aus einem Bericht der UN-Telekom-Organisation ITU (International Telecommunication Union) hervor. Wie schon im vergangenen Jahr gehen in diesem Jahr 47,1 Prozent der Menschen online, wie die ITU am 31. Juli 2017 berichtete. Europa bleibt vorn, auch wenn der Anteil den Schätzungen zufolge nur unwesentlich von 79,1 auf 79,5 Prozent stieg. In Afrika ging der Anteil sogar stark zurück, von 25,1 auf 21,8 Prozent. Grund könnte sein, dass das Bevölkerungswachstum größer ist als die Zunahme an Internetzugängen, erklärte die ITU.

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In den entwickelten Ländern ist der Anteil der Haushalte mit Internet-Zugang doppelt so hoch wie in Entwicklungsländern.

Mobiles Internet nimmt stark zu

Unter den 15- bis 24-Jährigen ist die Internetnutzung deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung: in Europa sind es 95,7 Prozent, in Afrika 40,3 Prozent. Insgesamt sind 830 Millionen Menschen in diesem Alter online, 40 Prozent davon leben in China und Indien.

Weltweit ist der Anteil der Männer, die das Internet nutzen, um zwölf Prozent höher als der Anteil der Frauen. In Europa gehen 82,9 Prozent der Männer online und 76,3 Prozent der Frauen.

Die Zahl der mobilen Internet-Zugänge ist in den vergangenen fünf Jahren jedes Jahr um 20 Prozent gestiegen und dürfte Ende des Jahres 4,3 Milliarden erreichen. In den Industrieländern haben mehr als 90 Prozent der Menschen mobilen Zugang, in den ärmsten Ländern nur weniger als 20 Prozent.

In den reichsten Ländern ist der mobile Internetzugang gemessen an der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung des Landes am billigsten, in den ärmsten Ländern am teuersten. Dort sind die Preise aber seit 2013 deutlich gesunken.



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