ITU: China kündigt 200.000 neue Internetsatelliten an

Chinesische Unternehmen haben Pläne für den Start von mehr als 200.000 Internetsatelliten angekündigt und dafür Anträge bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) der Vereinten Nationen (UN) eingereicht. Wie die South China Morning Post berichtete(öffnet im neuen Fenster) , liegen seit Ende vergangenen Monats rund ein Dutzend Anträge von chinesischen Satellitenbetreibern bei der ITU vor.
Damit die Satelliten Daten zur Erde senden können, benötigen sie Spektrum, deren Nutzung die ITU global regelt. Die mit 95 Prozent größten Projekte – CTC-1 und CTC-2 – umfassen jeweils 96.714 Satelliten und werden vom neu gegründeten Institute of Radio Spectrum Utilisation and Technological Innovation vorangetrieben. Zu den weiteren Projekten gehören China Mobiles L1 mit 2.520 Satelliten und ein Plan für 1.296 Satelliten der Shanghai Spacecom Satellite Technology, dem Entwickler der geplanten Qianfan-Internet-Megakonstellation.
Laut Ding Botao, stellvertretender Direktor für Informationsforschung an der Shanghai Academy of Social Sciences, plant China "einen großflächigen und systematischen Ausbau im erdnahen Orbit" .
Wettrüsten der Supermächte im Weltraum
Damit spitzt sich der Konkurrenzkampf zwischen China und den USA auch in dem Bereich weiter zu. Am 9. Januar 2026 gab die US-amerikanische FCC (Federal Communications Commission) bekannt , dass SpaceX die Genehmigung für den Start von weiteren 7.500 Starlink-Satelliten der zweiten Generation erhalten hat. Diese Satelliten müssen bis Ende 2031 im Orbit sein und werden die Gesamtzahl der SpaceX-Satelliten auf 15.000 erhöhen. Starlink hatte ursprünglich bei der FCC die Genehmigung für den Start von 30.000 Satelliten beantragt, eine Entscheidung darüber wurde noch nicht getroffen.
China arbeitet an mehreren Internet-Satellitenkonstellationen, darunter das Guowang-Netzwerk mit dem Ziel, rund 13.000 Satelliten zu starten, und das Qianfan-Netzwerk, das bis 2030 mehr als 15.000 Satelliten einsetzen will.



