Itemshop: Marktforscher sehen Grenze von Mikrotransaktionen erreicht

Spiele wie Overwatch, Fortnite und Ghost Recon Breakpoint bieten kostenpflichtige Extras im Itemshop an. Das Marktforschungsunternehmen Superdata geht davon aus, dass diese Umsätze nicht weiter wachsen - auch, weil die Kundschaft lernt und ihr Verhalten ändert.

Artikel veröffentlicht am ,
Mikrotransaktionen in Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint
Mikrotransaktionen in Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Nach Ansicht des nordamerikanischen Marktforschungsunternehmens Superdata zeigt das Geschäft mit Mikrotransaktionen gewisse Ermüdungserscheinungen. Besonders sichtbar sei das bei Fortnite, bei dem im September 2019 die Marke von 100 Millionen US-Dollar an Umsatz in einem Monat erstmals nicht erreicht wurde. Die Konversionsrate - also der Anteil an Spielern, die ingame echtes Geld ausgeben - ist innerhalb eines Jahres auf Windows-PC von 30 auf 16 Prozent und auf Konsolen von 36 auf 10 Prozent gefallen.

Generell stagniere das Geschäft mit Lootboxen, Kampfpässen und kosmetischen Extras auf der PC-Plattform. Auf den Konsolen sei es innerhalb der letzten zwei Jahre sogar leicht zurückgegangen. Wachstum bei Mikrotransaktionen finde laut Superdata nur noch bei Mobile Games statt. Etwa die Hälfte der Kundschaft - 51 Prozent - sei überhaupt nicht bereit, Geld in Spielen zu auszugeben.

Nach Angaben von Superdata würden die Spieler lernen, mit den Mikrotransaktionen umzugehen. Das bedeute nicht unbedingt, dass sie insgesamt immer weniger ausgäben, aber dass sie sich dabei auf immer weniger Lieblingstitel konzentrierten. Außerdem sei ihnen früher bewusst, wenn unfaire oder überzogene Monetarisierungsmethoden in Spielen verwendet würden.

Golem.de und andere Medien weisen etwa in Tests inzwischen darauf hin, wenn Games wie Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint oder Star Wars Battlefront 2 zu gierig auftreten.

Einige Hersteller müssen nach Auffassung der Marktforscher nach vielen falsch implementierten Mikrotransaktionen erst wieder neues Vertrauen aufbauen. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, warum viele Entwickler mittlerweile schon bei der Ankündigung neuer Titel dazusagen, dass es keine oder zumindest nur kosmetische Extras in ihrem Spiel geben wird - Blizzard hat das gerade bei Overwatch 2 so gemacht.

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plutoniumsulfat 08. Nov 2019

Na, wer dazu noch Studien braucht...

plutoniumsulfat 08. Nov 2019

Also ich persönlich kenne keinen Jugendlichen, der ein Ehrenamt anfängt, um seinen...

keldana 07. Nov 2019

Also mein Vater hat gerade erst 200 Euro in Diamanten bei Siedler Online gesteckt. Von...

ElMario 07. Nov 2019

...wird jetzt und in der Zukunft nicht einfach aufhören zu funktionieren, nur weil...



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