ITDZ: Glasfaser für Schulen noch nicht einmal ausgeschrieben

In fünf Jahren gelang noch keine Ausschreibung für die allgemeinbildenden Schulen in Berlin.

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Teure Zwischenlösung: 4G-Router statt Glasfaser
Teure Zwischenlösung: 4G-Router statt Glasfaser (Bild: Vodafone Deutschland)

Nach Angaben der Berliner Bildungssenatsverwaltung ist die dringend notwendige FTTH-Anbindung der allgemeinbildenden Schulen noch nicht einmal ausgeschrieben. Sprecher Martin Klesmann erklärte Golem.de auf Anfrage: "Das ITDZ bereitet gerade die Ausschreibung für die allgemeinbildenden Schulen vor. Eine europaweite Ausschreibung muss gut vorbereitet werden." Das ITDZ ist das IT-Dienstleistungszentrum des Landes.

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Bereits in der Koalitionsvereinbarung aus dem Jahr 2016 wurde von SPD, Linken und Grünen festgelegt, die Schulen "mit schnellen und leistungsfähigen Breitbandanschlüssen, WLAN für alle und einer zeitgemäßen Hard- und Software-Ausstattung" zu versehen. Das ist aber weiterhin nicht gelungen. Auf Anfrage der BBZ (Berliner Bildungszeitschrift) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom Juli/August 2020 räumte die zuständige Senatsverwaltung ein, dass aktuell keine der mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen sei.

Beruflichen Schulen sind angeblich endlich versorgt

Immerhin gibt es einen kleinen Fortschritt: "Die beruflichen Schulen haben inzwischen nahezu alle Breitband-Anbindung", erklärte Klesmann.

Um den Missstand zu verwalten, wurden im März 2021 bei der Deutschen Telekom und Vodafone 10.000 LTE-Router für die Berliner Schulen bestellt, was die Bildungssenatorin Sandra Scheeres "als zügig realisierbare Zwischenlösung" bezeichnete. Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses, sagte Golem.de über die Router: "Da man sicherlich auch nebeneinander liegende Räume durch Wände verbinden kann und (leider) nicht jede Lehrkraft hybriden Unterricht im Sinne von Live-Unterricht anbieten wird, sollte es ausreichen. Berlin hat die Anbindung der allgemeinbildenden Schulen ans Glasfasernetz schlichtweg verschlafen beziehungsweise nicht prioritär angesetzt."

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Wichtig sei dem Landeselternausschuss, dass es noch keinen Lückenschluss zwischen Schule und Zuhause gebe. Das Angebot der Netzbetreiber für Bildungsflatrates oder Education-Tarife richte sich direkt an Schulen, Schulämter oder an die Landesverwaltung. "Ein Abschluss mit Privatpersonen ist seitens der Anbieter nicht vorgesehen und nicht in Planung", sagte Heise. Die Sim-Karten allein bringen auch noch kein Internet zu den Schulen, da die beschafften Tablets, bis auf wenige Ausnahmen aus der ersten Beschaffungsrunde, keine SIM-Kartenslots hätten. "Zur Not lassen sie sich in vorhandene Smartphones einsetzen und so ein Hotspot erstellen. Mit Schließen dieser Lücke werden auch hybride Unterrichtsmodelle möglich, also die Live-Übertragung des Unterrichts aus dem Klassenraum nach Hause unter Teilnahmemöglichkeit für alle Schüler", betonte Heise. Dazu sei es jedoch auch notwendig, dass die Lehrkräfte schnellstmöglich ihre Endgeräte erhielten.

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Oktavian 29. Mär 2021

Achso, und weil das nach Deiner Erfahrung wenig passiert, ist es nicht möglich. Du...

Pecker 29. Mär 2021

Falsch. In der Fläche ist sehr wohl Glasfaser da. Wenn es aber an einer Stelle mal...

Pecker 29. Mär 2021

Was ich mir auch ärgerlich vorstellen kann, wenn man wirklich was bewegen will (Geld ist...

DerBofrostmann 29. Mär 2021

Ohne Open Office zu benutzen würde ich ne Kiste Bier drauf wetten, dass wenn man es in...

lincoln33T 28. Mär 2021

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