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Itanium-Prozessor: HP gewinnt gegen Oracle

Im Streit um Oracles Ankündigung, keine Software mehr für Intels Itanium-Prozessoren zu entwickeln, hat sich HP vor Gericht durchgesetzt. Demnach muss Oracle weiterhin Software für Itanium anbieten.
/ Jens Ihlenfeld
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Intels aktuelle Itanium-Generation Tukwila (Bild: Intel)
Intels aktuelle Itanium-Generation Tukwila Bild: Intel

HP ist der größte Hersteller von Itanium-Servern, weshalb HP Oracles Ankündigung , seine Software nicht mehr für Itanium-Prozessoren anzubieten, besonders hart trifft. Oracle argumentiert , Intel plane ohnehin Itanium einzustellen und HP belüge sein Kunden, wenn das Unternehmen das nicht einräume. HP hingegen pochte darauf, Oracle möge seine vertraglichen Zusagen einhalten und weiterhin Itanium-Software anbieten.

Vor Gericht setzte sich jetzt HP durch. Demnach begeht Oracle eine Vertragsverletzung und muss weiterhin Itanium-Software anbieten. Laut HP(öffnet im neuen Fenster) sieht das der Vertrag vor, der zwischen Oracle, HP und dem zu Oracle gewechselten ehemaligen HP-Chef Mark Hurd über dessen Wechsel zu Oracle geschlossen wurde. Konkret muss Oracle alle Produkte weiterhin für Itanium anbieten, die am 20. September 2010 erhältlich waren, einschließlich aller neuen Versionen und Updates für diese Produkte.

Oracle darf seine Itanium-Software demnach erst einstellen, wenn HP sich entscheidet, seine Itanium-Server nicht mehr anzubieten. Dabei muss Oracle seine Produkte auf HPs Itanium-Server portieren, ohne das HP dafür bezahlt.

Oracle kündigte bereits an(öffnet im neuen Fenster) , gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen.


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