Datenverwaltung und Remote-Arbeit als Trend?

Unter dem Schlagwort Data Fabric fassen viele Unternehmen und Berater bestimmte Cloud-Architekturen zusammen, bei denen Daten besser integriert sind und leichter auf sie zugegriffen werden kann. Auch deren Verwaltung soll erleichtert werden. Die Antwort darauf, warum eine sinnvolle Datenverwaltung ausgerechnet im Jahr 2022 zum Trend werden sollte, bleibt Gartner aber schuldig.

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Ähnliches gilt für das sogenannte Distributed Enterprise. Darunter versteht Gartner eine weiter fortschreitende Entwicklung hin zum sogenannten Remote-Arbeiten an vielen verteilten Arbeitsplätzen. Daran sollten Unternehmen ausgerichtet werden, lautet hier der Rat.

Für all jene CIOs und IT-Unternehmen, die dies erst nach knapp zwei Jahren Pandemie und Homeoffice erkennen, hilft aber vermutlich auch die Auflistung in den Gartner-Trends nichts mehr. Sie sind einfach viel zu spät dran. Genauso wie jene, die zu Beginn der Pandemie von der Umsetzung der Remote-Arbeit überrascht wurden. Insbesondere in der IT gibt es seit Jahrzehnten Konzepte zur Remote-Arbeit, ein neuer Trend ist das nicht.

Bei Cloud Native hat Gartner was verpasst

Ebenfalls in den Gartner-Trends sind Cloud Native Platforms (CNPs), also die Verwendung von Cloud- und Container-Techniken wie etwa dem inzwischen alles dominierenden Kubernetes. Doch auch Kubernetes ist mittlerweile mehr als sieben Jahre alt und dient weiter vor allem großen Deployments mit extrem vielen Containern.

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All jene, die sich diesem Trend rund um Docker, Containern, Kubernetes und der Cloud bisher nicht zugewendet haben, brauchen das auch 2022 nicht mehr zwingend zu tun. Vermutlich entspricht das Einsatzszenario dann schlicht nicht ihren Bedürfnissen. Sollten die Unternehmen aber tatsächlich verpasst haben, ihre Architekturen in diese Richtung umzugestalten, dann ist die Hinwendung zu diesen Themen kein besonderer Trend des Jahres 2022, wie Gartner dies vorgibt. Es handelt es sich lediglich um die Nutzung einer seit Langem bestehenden Technik.

Decision Intelligence und Composable Applications - eigentlich selbstverständlich

Die sogenannte Entscheidungsintelligenz (Decision Intelligence) soll Unternehmen laut Gartner massive Wettbewerbsvorteile bringen. Umgesetzt werden soll sie "durch explizites Verständnis" und Arbeiten daran, "wie Entscheidungen getroffen werden, und Ergebnisse durch Feedback bewertet, gemanagt und verbessert" werden.

Falls Unternehmen im Jahr 2022 immer noch nicht wissen, wie und warum bei ihnen auch technische Entscheidungen getroffen werden, sollte dies vielleicht wirklich mal zum Trend werden. Dass es aber überhaupt so weit kommen muss, ist eigentlich ein eher düsterer Ausblick auf die Landschaft der IT-Unternehmen weltweit. Das liegt nicht in Gartners Verantwortung, dennoch wirkt es willkürlich, gerade diese Selbstverständlichkeit so herauszustellen.

Zum Trend erhebt Gartner auch zusammensetzbare Anwendungen (Composable Applications). Hilfreich sollen sie in sich ständig ändernden Geschäftskontexten sein, damit Firmen sich schnell an neue Technologien anpassen und sie in kurzer Zeit austauschen können. Das als besonderen Trend für 2022 auszumachen, ist aber nur bedingt hilfreich, da es ähnlich wie bei der Decision Intelligence eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Immerhin gilt auch bisher schon insbesondere in der IT: Diejenigen, die zu viel alten technologischen Ballast mit sich herumschleppen und sich nicht schnell genug anpassen, verlieren über kurz oder lang im Wettbewerb. Da helfen wahrscheinlich auch schnell austauschbare Anwendungen nicht mehr.

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 IT Trends 2022: Gartners magische Jahresvorschau für ahnungslose AnzugträgerWas meint Gartner mit Hyperautomatisierung? 
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Kleba 20. Jan 2022

Bei uns im Unternehmen ist mittlerweile auch vieles auf Kubernetes umgezogen. Hat einiges...

sigii 13. Jan 2022

Ich seh das schon deutlich anders als du. Ich arbeite bei SAP und empfinde die Hälfte die...

sigii 13. Jan 2022

Das ist meiner Meinung nach, falsch. Unsere neu gebaute Kubernetesplatform loest sehr...

ubuntu_user 11. Jan 2022

Das Problem an 3D ist ja im Wesentlichen dass man entweder ne Brille aufhat (VR) und das...



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