IT-Studium und Jobaussichten: Hauptsache "was mit Informatik"

Wegen des Fachkräftemangels ist es im Fall von Informatik fast egal, welche Fachrichtung man studiert. Ein paar Gedanken sollte man sich trotzdem machen.

Artikel von Peter Ilg veröffentlicht am
Verschiedene Sprachen, verschiedene Studiengänge: Die Informatik bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten.
Verschiedene Sprachen, verschiedene Studiengänge: Die Informatik bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. (Bild: Pixabay)

Für Julian Altenhof war es sehr hilfreich, vor dem Studium eine Ausbildung gemacht zu haben. Der 26-Jährige studiert im fünften Semester berufsbegleitend Wirtschaftsinformatik, zuvor hat er eine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung abgeschlossen.

Inhalt:
  1. IT-Studium und Jobaussichten: Hauptsache "was mit Informatik"
  2. Zahl der Informatikstudenten steigt und steigt
  3. Der Studienabschluss ist wichtig, aber nicht die Fachrichtung

"Dabei habe ich festgestellt, dass mich die Technik nicht so sehr interessiert, dass ich Informatik studieren würde." Mehr als die reine Technik interessierte ihn, was mit der Technik machbar ist. Deshalb also Wirtschaftsinformatik. Seine Erfahrungen aus der Ausbildung waren dafür ausschlaggebend.

Anderen fällt die Wahl eines Studienfachs viel schwerer. Immerhin gibt es mehr als 21.000 Studiengänge in Deutschland. In diesem schier unglaublich großen Angebot das Passende zu finden, ist nicht leicht. Nach einer Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung ist die Anzahl der Studienfächer 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf ein neues Rekordhoch gestiegen.

  • Wirtschaftsinformatiker zu finden sei schwer, sagt Birgitt Schmidt-Tophoff, Director Recruitment bei Valantic. (Bild: Valantic)
  • Henok Kuflom vom Personaldienstleister Ratbacher sagt: Je länger der Studienabschluss her ist, desto unwichtiger wird er. (Bild: Ratbacher)
  • Die reine Technik hat Julian Altenhof an der Informatik nicht so sehr interessiert, deswegen hat er etwas Angewandtes studiert. (Bild: Valantic)
  • Die Informatik sei "ein großes Gemälde", aus dem man sich am besten Teile raussucht, sagt Studiendekan Timo Ropinski. (Bild: Universität Ulm)
Die reine Technik hat Julian Altenhof an der Informatik nicht so sehr interessiert, deswegen hat er etwas Angewandtes studiert. (Bild: Valantic)

Besonders private Hochschulen haben ihr Angebot ausgeweitet. Zudem verbinden deutlich mehr Studiengänge mehrere Fächer miteinander oder spezialisieren sich auf Teildisziplinen. In der IT ist die Wirtschaftsinformatik ein Beispiel für die Kombination zweier Disziplinen. Software-Entwicklung und künstliche Intelligenz sind Spezialisierungsrichtungen innerhalb der Informatik.

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Im Laufe der Jahre sind viele neue Informatik-Studiengänge entstanden, in der die Informatik vertieft oder als ein Anwendungsfall gelehrt wird. Beispiele dafür sind Automobilinformatik, Bioinformatik und Medizininformatik.

Für Professor Timo Ropinski, Studiendekan für Informatik, Medieninformatik und Softwareengineering an der Universität Ulm ist "Informatik ein großes Gemälde, aus dem die Studierenden Ausschnitte in ihrem jeweiligen Studienfach kennenlernen". Das gesamte Gemälde zu verstehen, sei viel zu komplex, deshalb wird es in Teile zerlegt.

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Reine Informatik, Anwendung oder interdisziplinär?

Alle Studierenden eines Informatik-Studiengangs lernen die Grundlagen der praktischen, theoretischen und technischen Informatik. "Darüber hinaus unterscheiden sich die Studieninhalte von Studiengang zu Studiengang", sagt Ropinski.

Die Gesellschaft für Informatik teilt das Studienfach Informatik in drei Typen ein: die reine Informatik, spezielle Anwendungsfälle und interdisziplinäre Fächer. "Diese Typisierung bietet eine Struktur, die Studierenden bei der Orientierung und Lehrenden bei der Erstellung von Curricula hilft", sagt Ropinski.

  • Wirtschaftsinformatiker zu finden sei schwer, sagt Birgitt Schmidt-Tophoff, Director Recruitment bei Valantic. (Bild: Valantic)
  • Henok Kuflom vom Personaldienstleister Ratbacher sagt: Je länger der Studienabschluss her ist, desto unwichtiger wird er. (Bild: Ratbacher)
  • Die reine Technik hat Julian Altenhof an der Informatik nicht so sehr interessiert, deswegen hat er etwas Angewandtes studiert. (Bild: Valantic)
  • Die Informatik sei "ein großes Gemälde", aus dem man sich am besten Teile raussucht, sagt Studiendekan Timo Ropinski. (Bild: Universität Ulm)
Die Informatik sei "ein großes Gemälde", aus dem man sich am besten Teile raussucht, sagt Studiendekan Timo Ropinski. (Bild: Universität Ulm)

Die Uni Ulm orientiert sich bei ihren Informatik-Studienangeboten an den Vorgaben der Gesellschaft für Informatik und bietet gemäß der Bologna-Reform Grundlagen in den Bachelor- und Vertiefungen in den Master-Studiengängen an.

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Zahl der Informatikstudenten steigt und steigt 
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bauschaummafiosi 10:18 / Themenstart

Das ist ein Bingo (Automobil).

Trollversteher 08:32 / Themenstart

Ja, das sehe ich genau so - und selbst generell erfahrene Entwickler "blitzen" ja schon...

Bolzkopf 16. Jan 2022 / Themenstart

Ich bin mir nicht sicher, ob die Akademisierung der ganzen Branche sinnvoll ist. Wer...

jonasz 15. Jan 2022 / Themenstart

Deine Aussage klingt nach dem mathematischen Genie, der autark wahrscheinlich jede...

Oktavian 15. Jan 2022 / Themenstart

Den Spruch hatte ich auch mal gehört, und bei Einführung des Bachelor wurde das auch...

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