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IT-Unternehmen finden in Leipzig Mitarbeiter

2014 wurden das Spinlab der Handelshochschule, ein Startup, das bei Gründungsvorhaben hilft, und ein erster Coworking Space namens Basislager gegründet. Gerade das Spinlab zog wiederum viele junge Leute und Unternehmen an. Durch die umfangreiche Freelancer-Szene in Leipzig konnten viele Unternehmen günstig wachsen.

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Zugleich verschärfte sich die Fachkräftesituation an den etablierten Digital- und Technologiestandorten wie München in den vergangenen Jahren deutlich. In weiten Teilen Deutschlands sank die Zahl der verfügbaren IT-Experten, die Gehaltskosten stiegen. Anders gesagt: Es wurde für Unternehmen immer schwieriger, junge IT-Spezialisten langfristig an sich zu binden - weil Letztere sich ihre Jobs mehr oder weniger frei aussuchen konnten. Da Metropolen wie Hamburg oder München bekanntlich teuer sind, gingen viele dieser IT-Experten in andere Städte, darunter Leipzig.

2014 waren in Leipzig mehr Fachkräfte verfügbar als an anderen IT-Hotspots in Deutschland. Sie kamen als gut ausgebildete Absolventen von den Hochschulen der Stadt. Oder als sogenannte Young Professionals aus den alten Bundesländern oder dem osteuropäischen Ausland, zum Beispiel aus Russland, Polen, der Ukraine oder Weißrussland. Ein Bruttojahreslohn für einen erfahrenen Entwickler mit drei Jahren Arbeitserfahrung und fünf Jahren Studium lag zu dieser Zeit mit circa 36.000 Euro weit unter dem durchschnittlichen Niveau.

Leipzig ist preiswert

Darüber hinaus lagen die durchschnittlichen Büromieten in der Innenstadt bei etwa 7 Euro pro Quadratmeter. Bis zu 30 Prozent Personalkostenförderung durch die Förderbank Sachsens waren ein weiterer guter Grund für eine Ansiedlung. Trivago, Check24, Verivox, Deloitte, Invia Group und andere große Konzerne eröffneten Entwicklungsabteilungen in Leipzig. Ebenso entwickelten sich Leipziger IT-Unternehmen stark, darunter die Appsfactory, Deskcenter Solutions und BI Business Intelligence, die jeweils über 100 IT-Mitarbeiter beschäftigen.

Leipzig wird wohl auch künftig Kostenvorteile gegenüber anderen Städten in Deutschland und sogar im weltweiten Vergleich haben. Allerdings muss sich die Stadt als IT-Standort auch kontinuierlich neu erfinden. Bis 2030 wird sie voraussichtlich noch einmal um rund 125.000 Einwohner wachsen, auch weitere Unternehmen werden in die Stadt kommen. Das Lohnniveau wird sich dementsprechend anpassen. Aktuell sei der Anstieg der Löhne moderat, auch weil viele Fachkräfte aus dem Ausland angeworben würden, sagt Lutz Thielemann, Inhaber und Geschäftsführer von IT Vista, im Gespräch mit Golem.de.

Die Attraktivität Leipzigs in Verbindung mit sehr annehmbaren Lebenshaltungshaltungskosten treibe auch weiterhin den Zuzug von Neubürgern sowie die Ansiedlung von Unternehmen in der Region voran, sagt Thielemann. "Insbesondere entwickelt sich Leipzig zu einem Zentrum der Digitalwirtschaft, so dass unsere Mandanten sich zunehmend internationalisieren, denn auch hier wird das Potenzial an ICT-Spezialisten bedingt durch die hohe Nachfrage dünner."

IT-Unternehmen müssen Fachkräfte ausbilden

Dessen ungeachtet müssen die IT-Unternehmen wohl auch selbst neue Mittel und Wege bei der Rekrutierung, Mitarbeiterbindung und Organisationsentwicklung einschlagen. Ein Mittel, das Großkonzerne immer stärker für sich entdecken, ist die Finanzierung von Forschungslehrstühlen. Dies sichert Standards, Qualität und eine bedarfsgerechte Nachwuchsförderung.

Die Deutsche Telekom etwa hat der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) 17 neue Lehrstühle an der neu gegründeten Fakultät Digitale Transformation finanziert. Bis zu 500 Studenten pro Semester werden in der ITK (Informations- und Kommunikationstechnik) in Zukunft an dieser Fakultät ausgebildet und stehen danach dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Eine andere Möglichkeit könnte sein, das duale Ausbildungssystem der deutschen Industrie noch stärker zu adaptieren. Ein abgeschlossenes IT-Studium ist in der Softwareentwicklung nicht immer notwendig. Intuitivere Entwicklungsumgebungen und agilere Entwicklungsmethoden setzen einen stärkeren Fokus auf die Praxis.

Nach diesem Prinzip arbeiten auch die neu geschaffenen Code-Camps. Sie bieten IT-Unternehmen Ausbildungsplätze für Nicht-IT-Personal. Dabei sollen den Teilnehmern in einem viermonatigen Crash-Kurs die Basics der IT-Programmierung bis zum Junior-Level vermittelt werden. Eine Lösung, die in Schweden oder Finnland bereits Alltag ist.

Taylor Harvey, Initiator des Code-Camps Leipzig, sagt dazu: "Die Anforderungen an die Programmierung sind in den meisten Unternehmen nicht mehr in dem Umfang vorhanden wie noch vor zehn Jahren." Durch viele Hilfstools und moderne Entwicklungsumgebungen könnten auch Nicht-Programmierer sich schnell zurechtfinden und den Unternehmen helfen. "Die nötige Praxis vermitteln wir in unseren Code-Camps."

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hebolesa 05. Aug 2019

https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipzig-bleibt-auf-Millionen-fuer-Unterhaltsvorschuss...

narfomat 01. Aug 2019

das sollte sicher ein scherz sein, oder? wohnraum ist in hamburg, egal wo, SEHR TEUER.

narfomat 01. Aug 2019

das ist nicht übertrieben, das ist lächerlich. wie auch so einige andere beschriebene...

GodsBoss 31. Jul 2019

Für mich nicht nachvollziehbar. Ich habe damals gar nicht gewusst, wer in den...

quineloe 31. Jul 2019

https://mobile.twitter.com/77LoM77/status/1156431571236392960 Lieber Hartz IV als in eine...


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