IT-Sicherheitsgesetz: Telefónica will 5G-Netz zur Hälfte mit Huawei-Antennen bauen

Telefónica will sein RAN zur Hälfte mit Huawei und Nokia bauen. Der Netzbetreiber will Planungssicherheit und hat vor, die Telekom und Vodafone zu überholen.

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5G der Telefónica Deutschland in Frankfurt
5G der Telefónica Deutschland in Frankfurt (Bild: Telefonica)

Der 5G-Ausbau bei Telefónica ist noch mit Fragezeichen versehen, da immer noch nicht endgültig entschieden ist, inwiefern Technik des chinesischen Netzausrüsters Huawei genutzt werden darf. "In unserem Zugangsnetz - also bei unseren Antennen - wollen wir die Hälfte der Komponenten von Huawei beziehen, die andere Hälfte wollen wir mit Nokia bauen", sagte Markus Haas, Chef von Telefónica in Deutschland, im Gespräch mit Welt. Hier sei man aber abhängig von der finalen Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes und dann auch von der endgültigen Zertifizierung der kritischen Komponenten.

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"Wir brauchen auf jeden Fall Planungssicherheit, bevor wir mit 5G in die Fläche gehen und hoffen, dass wir sie im ersten Quartal 2021 bekommen." Sollte es wider Erwarten doch zu einem Verbot kommen, würde Telefónica in seinen Ausbauplänen um höchstens ein Jahr zurückgeworfen, da der 5G-Ausbau noch nicht weit vorangeschritten sei. "Andere Netzbetreiber, die mehr gebaut haben, würden stärker darunter leiden", sagte er.

Vor einigen Wochen hatte das Bundesinnenministerium nach kontroversen Debatten einen neuen Entwurf für das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 in die finale Ressortabstimmung gegeben, der einen Ausschluss von Huawei sehr unwahrscheinlich macht. Demnach wird ein ständiger Ausschuss aus Vertretern des Kanzleramts, des Innen-, Wirtschafts- und Außenministeriums gebildet, der einvernehmlich entscheidet. Sollte der Ausschuss auf Arbeitsebene keine Einigung erzielen, wird die Angelegenheit an die Minister weitergeleitet. Wenn immer noch keine Einigung erreicht werden kann, werde auf das Streitbeilegungsverfahren der Regierung verwiesen. Der Prozess bedeutet, dass jedes mögliche Verbot tatsächliche Beweise erfordern würde, dass die Ausrüstung Sicherheitsrisiken birgt - wie die abgewählte US-Regierung behauptet, ohne dafür Belege vorweisen zu können.

Telefónica-Chef: Netzqualität soll andere überholen

Der Telefónica-Chef in Deutschland hat sich zudem ein neues Ziel gesetzt: Er will die Deutsche Telekom und Vodafone bei der Qualität des Netzes überholen. "Unser Ziel ist es natürlich, das beste Netz in Deutschland zu bauen", sagte Haas der Welt. "Das ist in Reichweite und absolut machbar."

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In den Netztests der vergangenen Jahre hat Telefónica immer als letzter Anbieter abgeschnitten. Im jüngsten Test der Fachzeitschrift Connect wurde das Netz des Unternehmens aber zum ersten Mal - wie auch die Konkurrenten - mit "sehr gut" bewertet.

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ohhello2 09. Dez 2020

Interessante These. Was mE dagegen spricht: TEF hat sich nicht nur im ländlichen Gebiet...

gamer998 08. Dez 2020

O2 hat sich geweigert, 4G auszubauen wo 3G noch halbwegs in Ordnung war. Das Resultat war...

TonyStark 08. Dez 2020

Jap, Oder nicht erreichbar trotz vollem Empfang. Das gibt's auch nur bei O2.



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