Abo
  • Services:

IT-Sicherheitsgesetz: BSI soll Sicherheitslücken nicht geheim halten

Das BSI soll Zero-Day-Exploits nicht nur sammeln, sondern auch veröffentlichen. Nur so könnten sich Unternehmen und Privatpersonen gegen die ständig zunehmenden IT-Angriffe schützen, fordert Hartmut Pohl von der Gesellschaft für Informatik.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Heartbleed-Bug
Der Heartbleed-Bug (Bild: EFF)

Die Gesellschaft für Informatik kritisiert, dass in dem der Bundesregierung vorgelegten Entwurf des IT-Sicherheitsgesetzes das Problem der unveröffentlichten Sicherheitslücken (Zero-Day-Exploits) nicht gelöst sei. Diese sollen auch künftig nicht veröffentlicht werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe nach dem Gesetz zwar die Aufgabe, Sicherheitslücken zu sammeln und auszuwerten, muss sie aber nicht veröffentlichen.

Stellenmarkt
  1. soft-nrg Development GmbH, Dornach bei München
  2. Württembergische Versicherung AG, Stuttgart

70 der weltgrößten Softwareunternehmen würden die Veröffentlichung bislang nicht erkannter Sicherheitslücken fördern. Hartmut Pohl, Sprecher des Arbeitskreises Datenschutz und IT-Sicherheit der Gesellschaft für Informatik, erklärte: "Zur Erreichung eines angemessenen Sicherheitsniveaus - insbesondere in den Unternehmen der kritischen Infrastrukturen - ist die Veröffentlichung der den Sicherheitsbehörden bekannten bislang unveröffentlichten Sicherheitslücken unverzichtbar. Nur so können sich Unternehmen und Privatpersonen nachhaltig gegen die ständig zunehmenden IT-Angriffe schützen."

Durch das Ausnutzen von Sicherheitslücken würden Hacking-Angriffe, Phishing-Attacken, Wirtschaftsspionage und -sabotage erst möglich. Laut Pohl verdiene die international organisierte Kriminalität "Milliarden mit dem Handel unveröffentlichter Sicherheitslücken auf dem schwarzen Markt."

Das BSI hatte dem Spiegel mitgeteilt, es habe "bis September 2014" einen Vertrag mit der französischen Firma Vupen unterhalten. Dabei sei es "ausschließlich" um "den Schutz der Regierungsnetze" gegangen. Vupen hatte im Jahr 2011 damit geworben, exklusive, noch unbekannte Exploits liefern zu können.

Der Geheimdienst BND (Bundesnachrichtendienst) hat laut einem Bericht vor, Zero Day Exploits einzukaufen. Das Projekt mit dem Codenamen Nitidezza (italienisch: Bildschärfe) sei Teil der "Strategischen Initiative Technik". Der Chaos Computer Club warnte davor. So würde der Anreiz steigen, aufgespürte Sicherheitslücken im Geheimen zu handeln und gezielt vermeintlich harmlose Fehler in kritische Softwarekomponenten einzubauen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 139,99€
  2. 158,80€
  3. 89,99€
  4. 29,99€

Moe479 18. Nov 2014

und dann erheben sie die hände und singen, dass sie unfähig sind und dringend staatliche...


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /